„Der Sommerschlussverkauf ist gut gestartet“, sagte Margret Oberrauch, die Geschäftsführerin des Modegeschäfts Globus, auf Anfrage. Durch die anhaltenden heißen Tage hätten viele Leute verstärkt Sommerbekleidung gekauft. „Aber auch die Lust auf Herbstware ist bei den Kunden sehr wohl gegeben“, unterstrich Oberrauch.<BR /><BR />Die (positiven) Auswirkungen des Sommerschlussverkaufs seien nach wie vor spürbar, die Nachfrage weiterhin hoch. „Allerdings ist die Situation nicht mit jener von vor zehn Jahren vergleichbar, wo der Schlussverkauf noch einen deutlich höheren Einfluss hatte“, meinte die Globus-Geschäftsführerin.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339425_image" /></div> <BR />Laut Oberrauch seien es vermehrt Einheimische, die in der abgelaufenen Woche das Geschäft besucht hätten. Auf die Frage, ob es den Schlussverkauf auch künftig noch geben sollte, antwortete Oberrauch: „Ja, es braucht ihn auch in den kommenden Jahren, allerdings nur, wenn er künftig besser geregelt wird. Viele Ketten setzen die Preise im Online-Shop oft früher herab und machen den lokalen Geschäften damit das Leben sehr schwer.“<h3> „Wir verlieren zwei wertvolle Wochen“</h3><BR />Peter Haller, Inhaber des Lederwarengeschäfts Pierre, schlug in dieselbe Kerbe. „Der Schlussverkauf läuft grundsätzlich gut. Das große Problem ist aber, dass die Aktion bei uns im Vergleich mit dem restlichen Staatsgebiet zwei Wochen später beginnt. Damit verlieren wir zwei wertvolle Wochen“, fand Haller klare Worte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339428_image" /></div> „Wir müssen es in Zukunft unbedingt hinbekommen, zeitgleich mit den restlichen Gebieten auf gesamtstaatlicher Ebene mit dem Sommerschlussverkauf zu starten“, forderte Haller.<h3> „Handelskammer entscheidet, wann der Schlussverkauf beginnt“</h3>„Man spürt, dass die Kaufkraft der bundesdeutschen Touristen nicht mehr dieselbe ist wie noch vor einigen Jahren“, resümierte Thomas Rizzolli, Obmann des hds-Bezirks Bozen Stadt. Viele Einheimische würden dagegen weiterhin geduldig auf den Beginn des Schlussverkaufs warten und anschließend zuschlagen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339431_image" /></div> Den Kritikpunkt der Kaufleute, dass der Schlussverkauf in Südtirol mit etwas Verzug startet, kann Rizzolli verstehen. „Wann der Sommerschlussverkauf beginnt, das entscheidet die Handelskammer. Der Bezirk Bozen Stadt ist immer noch dafür, zwei Wochen früher mit der Rabatt-Aktion loszulegen. Die restlichen Bezirke im Land haben allerdings andere Wünsche, weshalb ein Kompromiss gefunden werden muss“, erklärte Rizzolli.