Im Winter 2023/2024 haben die Carabinieri keinen einzigen Skiunfall mit Verletzten verzeichnet, bei dem Unfallbeteiligte Fahrerflucht begangen haben. „In 12 Fällen haben wir unterlassene Hilfeleistung festgestellt“, heißt es aus dem Landeskommando der Carabinieri. <h3> Beamte sorgen für Sicherheit</h3>Beamte der Carabinieri waren in über 20 Südtiroler Skigebieten im Einsatz. Auch Beamte der Staatspolizei, Finanzwache und Alpini-Soldaten waren auf den Pisten unterwegs, um für Sicherheit zu sorgen und Erste Hilfe zu leisten.<h3> Skifahrer gegen Skifahrer</h3>Fahrerflucht auf der Piste ist auch dem Brunecker Rechtsanwalt Andreas Leiter kaum bekannt. „Nur in Ausnahmefällen wurde ich damit konfrontiert – aber auch dort konnte man in Zusammenarbeit mit dem Pistenbetreiber und dank Videoüberwachungen an Berg- und Talstation rekonstruieren, wer am Unfall beteiligt war“, erzählt er. <BR /><BR />Immer wieder leistet er Wintersportlern Rechtsbeistand. „Die meisten Betroffenen informieren sich zuerst über die Versicherung, bei manchen entwickeln sich dann Streitfragen.“ Da heißt es dann Skifahrer gegen Skifahrer oder Skifahrer gegen Pistenbetreiber. „Letztere haben in den vergangenen Jahren sehr viel unternommen, Gefahrenstellen zu entschärfen und damit Unfälle zu vermeiden.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098474_image" /></div> <BR />Auf Südtirols Pisten ereigneten sich in der vergangenen Wintersaison 11.121 Unfälle, 77 Prozent davon waren selbstverschuldet (siehe Infografik), 11 Prozent Zusammenstöße mit anderen Sportlern, so eine neue Studie des Landesinstituts für Statistik ASTAT. „Bei einem Unfall auf der Straße ist es einfacher den Hergang zu klären“, weiß der Rechtsanwalt. Bei einem Unfall auf der Piste sei die Rekonstruktion schwierig, ebenso die Suche nach unabhängigen Zeugen (siehe Infokasten).<BR /><BR /><embed id="dtext86-67444857_quote" /><BR /><BR />Seit 2022 muss jeder Wintersportler im Besitz einer Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten sein. Die meisten halten sich auch daran, 4 Wintersportler haben von den Carabinieri vergangenen Winter eine Strafe wegen fehlender Versicherung erhalten. <BR /><BR /> „Die Haftpflichtversicherung kann direkt beim Kauf des Skipasses erworben werden. Viele haben jedoch bereits eine allgemeine Versicherung für die Familie oder für die Freizeit“, weiß Leiter und rät dazu, sich zu informieren, um sich nicht doppelt zu versichern.<BR /><BR />Ganz anders ist die Situation im Bundesland Tirol: Fast jeder fünfte Skiunfall endet dort mit Fahrerflucht, berichtet ORF Tirol online.<BR /><h3> Wenn man auf der Piste „verunfallt“</h3>