Univ.-Prof. Fabio Michele Amatucci, der die Gemeinde in dieser Revision beraten hat, hatte am Montagabend zu teilweisen Vertragsanpassungen geraten.<BR /><BR />Es seien laut Univ.-Prof. Amatucci einerseits „unvorhergesehene geologische Probleme (7 Gesteinsverwerfungen nicht nur eine, Anm.d. Red.) gewesen andererseits der Angriffskrieg auf die Ukraine, der das Vertragsgefüge in Schieflage gebracht“ hätte. „Diese haben die Kosten von 27 Millionen auf 39 steigen lassen“, so Prof. Amatucci. All dies habe den errechneten Wirtschaftlichkeitsfaktor von 5,7 auf 4,12 sinken lassen, was wiederum dem Konzessionsnehmer erlaube, eine Anpassung des Vertrages mit der Gemeinde zu fordern.<BR /><BR />Die Forderungen der Meran Centrum Parking AG lauteten demnach: 5,9 Mio. Euro als zusätzlichen Investitionsbeitrag, eine Verlängerung der Führung der Garage um 11 Jahre sowie eine Tariferhöhung von 2,40 Euro pro Stunde auf 2,50 Euro.<BR /><BR />Der Berater der Gemeinde erklärte dem Gemeinderat, dass der Beitrag von 5,9 Mio. Euro „annehmbar“ sei, dass die Laufzeit der Konzession nur um 5 Jahre zu verlängern sei und dass eine Tariferhöhung erst nach Abschluss der Arbeiten – wenn überhaupt – zu verhandeln sei. „Nach der Kollaudierung der Garage ist klarer, was an Energiekosten und Instandhaltungskosten anfallen“, sagte Prof. Amatucci. Die Garage soll zeitgleich mit dem Küchelbergtunnel in Betrieb genommen werden – derzeit sei von Juli 2026 die Rede, erklärte Prof. Amatucci.<BR /><BR />Zur Konzessionsdauer: Ursprünglich sah der Vertrag eine 50-jährige Dauer vor, jetzt sind es 55 – mit einem Start 2026 würde die Garage mit rund 600 Stellplätzen und 6 Parkdecks 2081 an die Gemeinde übergehen. <BR /><BR />Die Anpassung des Konzessionsvertrags mit der Meran Centrum Parking AG wurde dann mit 20 Ja-Stimmen bei 11 Enthaltungen angenommen. „Damit ist ein Gleichgewicht zwischen den Vertragspartnern gefunden“, so Prof. Amatucci. Die Summe wurde ins Einheitlichen Strategiedokument (ESD) aufgenommen und bei der nächsten Haushaltsänderung zugewiesen.