„Die Ausschreibung ist leer ausgegangen“, bestätigte Landesrat <b>Marco Galateo</b> gestern Nachmittag auf Anfrage. Wie berichtet, endete die Konzession von Valbruna im September des vergangenen Jahres. Die Landesregierung verlängerte sie daraufhin provisorisch um ein Jahr, um anschließend eine Ausschreibung für die 50jährige Verpachtung der Oberflächenrechte des Bozner Werksgeländes zu veröffentlichen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262256_image" /></div> <BR /> Wie seit Wochen bekannt – und eigentlich gesetzeswidrig – verzichtete auch Valbruna, ein Angebot zu hinterlegen. <BR /><BR />„Jetzt haben wir Gewissheit, dass die Ausschreibung leer ausgegangen ist und können auf 360 Grad überlegen und agieren“, erklärte Galateo gestern. Der Industrielandesrat kündigte an, nächste Woche gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher die Führung der Valbruna zu treffen. „Anschließend setzen wir uns noch mit den Gewerkschaften zusammen an einen Tisch. Danach werden wir weitersehen“, so Marco Galateo. Der Fratelli-d'Italia-Politiker bekundete seine Solidarität mit den Arbeitnehmern. „Die Gewerkschaften haben in den letzten Wochen des Öfteren die Kritik geäußert, keine Antworten vom Land zu erhalten. Weil der Wettbewerb aber noch im Gange war, durften wir nicht reden. Das ändert sich jetzt“, kündigte Galateo an.<BR /><BR />Landeshauptmann <b>Arno Kompatscher</b> meinte gestern hingegen auf Anfrage: „Gerade weil ich an einer seriösen Herangehensweise und an einer guten Lösung für alle Beteiligten interessiert bin, beabsichtige ich nicht durch öffentliche Verlautbarungen, Anlass zu weiteren Spekulationen über das Stahlwerke-Areal zu geben.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262259_image" /></div> <h3> „Gefühl der Unsicherheit ist unerträglich“</h3>Seit mehreren Monaten überwiegt bei den Stahlwerkarbeitern die Unsicherheit. „Es ist ein schreckliches Gefühl, nicht zu wissen, was die Zukunft bringt. Das muss aufhören“, fordern die Gewerkschaften. „Wir erwarten, dass die Politik den schnellsten Weg wählt, um diese Unsicherheit zu beenden. Die schnellste Lösung ist unseres Erachtens eine direkte Verhandlung mit Valbruna.“