Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich mit nahezu absoluter Sicherheit um einen Suizid - und nicht um einen Femizid. Der 60-jährige Italiener wurde nach seiner vorübergehenden Festnahme auf richterliche Anordnung wieder freigelassen.<BR /><BR />Der Regierungsdelegierte für Andalusien, Pedro Fernández, sagte am Montag dem spanischen öffentlich-rechtlichen Sender TVE zufolge, die bisherigen Ermittlungsergebnisse und der rechtsmedizinische Bericht hätten ergeben, dass es sich um einen Fall von selbst zugefügten Verletzungen beziehungsweise Suizid und nicht um einen gewaltsamen Tod handle. Damit hat sich der zunächst bestehende Verdacht gegen den Partner der Frau offenbar nicht bestätigt.<BR /><BR /> Der Italiener war am vergangenen Freitag festgenommen worden, nachdem die zunächst unklaren Umstände des Todes auch einen Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt möglich erscheinen ließen ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/deutsche-an-strand-in-spanien-tot-aufgefunden-italiener-festgenommen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>). Der 60-Jährige habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet, teilten die Behörden mit. Nach der Obduktion der Frau ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Suizid. Daraufhin ordnete ein Richter die Freilassung des Mannes an.<h3> Für den Moment wird ausgeschlossen, dass es sich um einen Femizid handelt</h3>„Für den Moment schließen wir aus, dass wir es mit einem neuen Opfer eines Femizids zu tun haben“, sagte Fernández. Zugleich betonte er, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Es handle sich weiterhin um eine vorläufige Einschätzung. Die abschließende Feststellung der Todesursache obliege der Justiz. Für den italienischen Partner bedeutet dies eine wesentliche Entlastung. <BR /><BR />Nachdem er zunächst wegen eines möglichen Zusammenhangs mit dem Tod seiner Lebensgefährtin festgenommen worden war, befindet er sich nun wieder auf freiem Fuß. Ein Tatverdacht gegen ihn wird nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht bestätigt.<h3> Was genau vor dem Tod der Frau geschah, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen</h3>Die Frau und der Italiener lebten beide in Deutschland. Nach bisherigen Angaben waren sie gemeinsam mit einem Wohnmobil entlang der andalusischen Küste unterwegs. Isla Cristina liegt im Westen der Provinz Huelva nahe der portugiesischen Grenze. Was genau vor dem Tod der Frau geschah, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden müssen unter anderem den zeitlichen Ablauf rekonstruieren und die rechtsmedizinischen Befunde abschließend bewerten. Fernández machte deutlich, dass trotz der bisherigen Erkenntnisse noch keine endgültige Entscheidung über die Todesursache getroffen worden sei. <BR /><BR />Erst die weiteren gerichtlichen und forensischen Untersuchungen könnten abschließend klären, unter welchen Umständen die Frau starb.