Donnerstag, 24. März 2016

Kein Gründonnerstag ohne Fußwaschung

„Der Sohn Gottes zieht sich eine Schürze an und macht sich schweigend daran, Füße zu waschen.“ Mit diesen Worten hat Bischof Ivo Muser seine Predigt am Gründonnerstag im Jesuheim in Girlan eröffnet und wusch dann zwölf Männern und Frauen des Jesuheims die Füße.

In diesem Jahr der Barmherzigkeit feierte Bischof Ivo Muser den Gottesdienst am Gründonnerstag im Jesuheim in Girlan und wusch dabei zwölf Männern und Frauen des Jesuheims die Füße. - Foto: Diözese BZ-BX
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In diesem Jahr der Barmherzigkeit feierte Bischof Ivo Muser den Gottesdienst am Gründonnerstag im Jesuheim in Girlan und wusch dabei zwölf Männern und Frauen des Jesuheims die Füße. - Foto: Diözese BZ-BX

Der Bischof hat aufgezeigt, dass Jesus beim Letzten Abendmahl nicht nur die Eucharistie mit dem Hinweis „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ eingesetzt, sondern auch bei der Fußwaschung den Auftrag „Handelt auch ihr so, wie ich an euch gehandelt habe“ erteilt hat.

„Die Gegenwart Christi ist im konkreten Dienst am Mitmenschen genauso gegeben wie bei der Feier der Eucharistie“, gab Bischof Muser zu bedenken und machte deutlich, dass die Zeichenhandlung der Fußwaschung, die bei der Feier der Eucharistie am Gründonnerstag einen festen Platz hat, an den wichtigen, unverzichtbaren Zusammenhang von Gottesdienst und Menschendienst erinnern will.

Foto: Diözese BZ-BX

„Auf der Seite Jesu stehen nur diejenigen, die auf der Seite des Menschen stehen. Die Eucharistie ist nur dort vollständig gefeiert, wo sie zur Fußwaschung hinführt“, sagte der Bischof und fügte an: „Jesus im Menschen und der Mensch in Jesus: Das ist die Botschaft des Jesuheims. Jesus helfe uns, dass wir nicht nur eine Kniebeuge machen vor Jesus im Tabernakel, sondern dass wir bereit sind, in die Knie zu gehen vor seiner Gegenwart in jedem Menschen.“

Nach dem Gottesdienst brachte der Bischof zu allen kranken und behinderten Menschen, die es wünschten, die Hl. Kommunion.

stol

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