Sonntag, 20. März 2016

Kein Lamm zu Ostern: Italiens Tierschützer gegen Ostertradition

Die italienischen Tierschutzvereine haben eine massive Kampagne gegen den Verzehr von Lamm und Ziegen gestartet, wie es in Italien zu Ostern üblich ist.

Foto: © shutterstock

Mehr als 500.000 Tiere, die meist nur einige Wochen alt sind, werden für die kulinarische Ostertradition in Italien geschlachtet, berichtete der Tierschutzverband LAV.

Das Lamm habe eine sehr alte christliche Bedeutung und werde meist auf den Schultern eines Hirten dargestellt, wo es die auferstandene Seele Christi repräsentiere. Die Schlachtung von Lämmern, ein Ritual aus dem Alten Testament, sei grausam und stehe in krassem Gegensatz zur Wiedergeburt und der Erneuerung des Glaubens und der Hoffnung, die die eigentlichen Botschaften Osterns seien, betonte der Tiefschutzverband.

Mit der Viehzucht seien starke CO2-Emissionen verbunden. Übertriebener Fleischverzehr sei für die Gesundheit schädlich, betonte der Tierschutzverband.

In vielen Ländern Europas wird das Osterfest zu einem kulinarischen Höhepunkt. Vor allem in Italien werden Lammrezepte mit würzigen Raffinessen zubereitet, die besonders populär sind.

apa

stol