„Ich bin in ein tiefes Loch gefallen, denn dieser Wettbewerb ist auf die kommenden 3 Jahre ausgelegt. Das Einkommen aus dem Weihnachtsmarkt ist ein gutes Einkommen, mit dem ich mir meine Mindestrente aufgebessert habe“, sagt Roman Perfler. Aber er hat noch längst nicht aufgegeben.<BR /><BR />Roman Perfler ist seit 2003 auf dem Meraner Weihnachtsmarkt – damals wurde er noch von den Meraner Kaufleuten organisiert – ein allseits bekanntes und gesuchtes Gesicht wegen seines „Räucherbratens im Brot“. „Einen Braten, den ich vor Ort grille“, fügt er hinzu. „Der Institution am Meraner Weihnachtsmarkt“ stattete vergangenen Dezember sogar die Sendung „LineaVerde“ auf RAIUNO einen Besuch ab.<BR /><BR />Begonnen hatte er mit einem Gastro-Stand in Form eines „Schlössls“, was ihm 2013 den Ausschluss für ein Jahr und die Aussiedlung zur Algunder Kellerei einbrachte. „Das war ein totaler Flop“, sagt er rückblickend.<h3> Die kalte Dusche</h3>Aber die letzten 8 Jahre hat er seinen Grill in einem der Holzhäuschen der Kurverwaltung untergebracht und auf der Kurpromenade nahe der Fußgängerbrücke zum Thermenplatz mit seinem Sohn Fabian seinen Räucherbraten im Brot erfolgreich an den Christkindlmarkt-Besucher gebracht. „Mein Sohn kam immer eigens 2 Monate aus Spanien, um mir zu helfen“, erzählt Roman Perfler. <BR /><BR />Heuer im Juni kam dann die kalte Dusche. „Ich war mir sicher, dass ich dabei bin, Aber ich wurde ausgeschlossen“, sagt er.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057467_image" /></div> <BR /><BR />Zum Verhängnis wurden Roman Perfler die Kriterien. „Die schließen mich automatisch aus“, sagt er und verweist auf die Punkte 3 und 4 der Kategorie „Lebensmittel“. Demnach wird verlangt, dass die Produkte, die verkauft werden, die Marke „Qualität Südtirol“ ausweisen müssen bzw. 80 Prozent der verkauften Waren Roter Hahn-Produkte sein müssen. „Schweinsschopf in diesen Mengen und Bio-Qualität bekomme ich nicht in Südtirol. Und es steht auch nirgends, dass der Meraner Weihnachtsmarkt ein Bio-Markt ist“, sagt Perfler dazu. <BR /><BR />Und Punkt 3 der Kriterien (Bioprodukte) besagt, dass „mindestens 5 Bioprodukte von Südtiroler Herkunft in der gesamten Produktpalette“ vorhanden sein müssen. „Wie soll ich dem gerecht werden, ich habe nur ein Produkt. Aber bei Punkt 4 der Kriterien hätte ich die volle Punktezahl bekommen müssen, denn da werden unter anderem Originalität und besonderes Interesse fürs Publikum bewertet“, sagt Perfler. <h3> Widerspruch eingelegt</h3>Und noch etwas merkt das Weihnachtsmarkt-Urgestein kritisch an. „Warum zählt in Meran nicht, wenn ein Standbetreiber aus Meran kommt? Andernorts wie in Trient kriegen ,Einheimische‘ Extra-Punkte“, sagt er.<BR /><BR />Er habe bei der Kurverwaltung bereits 3-mal Widerspruch gegen seine Nichtberücksichtigung eingelegt. Bis jetzt erfolglos. Nun wartet er eine Sitzung aller Weihnachtsmarkt-Organisatoren unter dem Dach der IDM ab. Er habe auch bei der Gemeinde angeklopft und Rückhalt bekommen und sei bei der Volksanwältin vorstellig geworden. „Ich gebe nicht auf kämpfe bis zum bitteren Ende und hoffe, dass doch noch eine Tür aufgeht“, sagt Perfler.