Hinter dem Rekordgebot steckt kein Unbekannter: Kiyoshi Kimura, der Präsident der Restaurantkette Sushizanmai. Der Mann, der in Japan als „Sushi-König“ gefeiert wird, sicherte sich den Thunfisch aus den Gewässern vor Oma, einer Region an der Nordspitze der Hauptinsel Honshu, die für die beste Thunfisch-Qualität der Welt berühmt ist.<BR /><BR />Umgelegt auf das Gewicht bedeutet das: Ein einziges Kilogramm dieses Fisches kostete den Käufer rund 11.413 Euro. Doch wer glaubt, dass eine Portion Sushi in seinen Restaurants nun Hunderte Euro kostet, irrt sich.<BR /><h3> Die Logik hinter dem Millionen-Gebot</h3>Es klingt nach einem wirtschaftlichen Selbstmord: Millionen ausgeben, um das Filet dann zum Standardpreis an die Kundschaft zu verkaufen. Doch für Kimura und seine Kette ist die Neujahrsauktion die wichtigste PR-Maßnahme des Jahres. Die Bilder des riesigen Fisches und des jubelnden Präsidenten gehen um die Welt – eine Werbewirkung, die mit klassischer Anzeige kaum zu bezahlen wäre. „Der erste Thunfisch des Jahres bringt Glück. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen ihn genießen und sich davon beleben lassen können“, so Kimura. <BR /><BR /><BR />Hinter dem Glanz der Rekordsummen verbirgt sich jedoch eine ernste ökologische Realität. Der Blauflossen-Thunfisch (Thunnus thynnus) war jahrelang so stark überfischt, dass er kurz vor dem Aussterben stand. Japan ist weltweit der größte Konsument dieser Edel-Fische.<BR /><BR />Dank strenger internationaler Fangquoten gibt es erste Anzeichen einer langsamen Erholung der Bestände. Dennoch bleibt die Art auf der Liste der bedrohten Tiere.