Sonntag, 05. Juli 2015

Kein Sommer wie 2014: Aufatmen bei den Bauern

Südtirol stöhnt, Südtirol schwitzt. Seit Tagen ist es hochsommerlich warm. Die Sonnenanbeter jubeln, die Bauern auch. Noch.

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Foto: © D

Noch vor Wochen blickten Südtirols Bauern mit Sorgen in den Himmel. „Rund drei Wochen lang war das Wetter sehr unbeständig. Jeden zweiten Tag gab’s Regen. Da haben wir schon einen Sommer wie vergangenes Jahr befürchtet“, erklärt Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes.

Falsch gedacht. Von einem „Sommer“ wie 2014 – bisher keine Spur. Zum Glück der Bauern. „Vor allem für die Heuernte sind solche Tage ideal. Die Leute sind froh, dass sie arbeiten können“, weiß der SBB-Obmann.

Die Heuernte laufe derzeit sehr gut, auch kurze Regenschauer am Abend seien nicht verkehrt – zumindest für bereits gemähte Wiesen.

Heiße Tage: Das Hagel-Risiko steigt

Auch aus dem Bereich Obst- und Weinbau haben Tiefenthaler bisher keine Klagen über die Hitze erreicht. „95 Prozent der Bauern können auf die Beregnung zurückgreifen“, weiß er.

Allerdings: „Wenn nun drei Wochen lang so ein Wetter herrscht, wäre das weder für die Natur noch für den Menschen ideal. In unseren Breitengraden wären wir das nicht gewöhnt.“

Und: Sind die Tage derart heiß, steigt die Gefahr für Hagel. Bisher kam Südtirol glimpflich davon. „Wir wurden – mit kleinen Ausnahmen – weitestgehend verschont. Natürlich ist das Risiko bei so heißen Tagen höher. Aber damit müssen wir in der Landwirtschaft leben: Im Bereich Obst- und Weinbau gibt’s die Hagelversicherung, und in der Grünlandwirtschaft entstehen meist nicht derart große Schäden.“

„Momentan kann man also überhaupt nicht sagen, dass durch die Hitze irgendwelche Schäden aufgetreten seien“, meint der Obmann.

stol

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