<KeinAbsatz></KeinAbsatz>Was er Patienten rät, erfahren Sie im Interview.<BR /><BR /><b>Wie viele akute Herzerkrankungen müssen in Südtirol pro Jahr behandelt werden?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Walter Pitscheider: In ungefähren Zahlen erleiden pro Jahr 1000 Südtiroler einen Herzinfarkt, 1000 kommen mit Angina pectoris und 250 brauchen eine Herz-OP. Die Werte liegen im europäischen Durchschnitt. <BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Auf was müssen Herzpatienten nach ihrer Behandlung achten?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Pitscheider: Auf dieselben Dinge, auf die jeder von uns präventiv achten sollte: nicht rauchen, keinen hohen Blutdruck, keine hohen Cholesterinwerte, kein Bauchfett, viel Bewegung. <BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Viel Bewegung: Wie gehen denn Herzprobleme und Sport zusammen?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Pitscheider: Wir reden hier von Patienten nach der Behandlung. Wenn heutzutage ein Patient nach einem Herzinfarkt oder auch nach einer Herz-OP gut betreut wurde, dann ist sein Herz imstande, alles zu machen. Im Gegenteil, gerade für diese Patienten ist es ganz wichtig, sich wieder richtig zu bewegen.<BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Gibt es Ängste?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Pitscheider: Ja, am Anfang haben alle Angst. Sowohl die Patienten als auch ihre Angehörigen, die sie oftmals am liebsten nicht mal mehr Treppen steigen ließen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, denen die Ärzte das dann aber ganz klar kommunizieren, können Herzpatienten nach der Behandlung ein ganz normales Leben führen – mit Sport. Darauf werden sie in der Reha auch vorbereitet. Wir machen in der Reha regelmäßig Belastungs-EKGs bis zur Belastungsgrenze. Treten dabei keine Herzrhythmusstörungen auf, ist alles okay und der Patient hat nach der Reha praktisch keine Einschränkungen. Dennoch brauchen manche Menschen mehr Zeit, ihrem eigenen Körper bzw. Herzen wieder zu vertrauen.<BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Was empfehlen Sie diesen Patienten?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Pitscheider: Nochmal: Bewegung ist lebenserhaltend. Die Patienten müssen sich bewegen und sie müssen und sollen sich auf ihr Herz wieder verlassen. Die Herstiftung führt in ganz Südtirol Herzsportgruppen, in denen die Betroffenen nicht nur gemeinsam, sondern auch unter ärztlicher Kontrolle Sport treiben. Das bietet Sicherheit. Dort lässt sich auch jederzeit ein EKG machen, dessen Ergebnisse ich in Echtzeit auf meinen Computer und auf mein Handy bekomme. Dann kann ich sofort Feedback geben. Wir haben dort also alles sprichwörtlich unter Kontrolle. <BR /><b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Noch ein Wort zur allgemeinen Prävention. Wenn man alle Risikofaktoren vermeidet, bekommt man dann keinen Herzinfarkt?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prof. Dr. Pitscheider: Ganz so einfach ist es nicht. Aber eines ist schon ganz sicher: Wenn wir keine Raucher mehr hätten, keinen Altersdiabetes, keinen Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte und kein Bauchfett, dann hätten wir viel weniger Herzinfarkte. Statistisch stimmt die Rechnung. Für den Einzelnen gilt: Er minimiert sein persönliches Risiko. Garantie gibt es allerdings keine.<h3> Die Mission der Südtiroler Herzstiftung</h3>Nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation durchlaufen Betroffene zunächst die Akutbehandlung und anschließend eine Reha-Phase. Doch der eigentliche Weg zu einem stabilen und aktiven Leben beginnt danach: Hier setzen die Herzsportgruppen der Südtiroler Herzstiftung an. Sie ermöglichen den dauerhaften Übergang von der Rehabilitation in den Alltag – durch regelmäßige Bewegung, soziale Unterstützung und fachliche Betreuung. <BR /><BR />Die Südtiroler Herzstiftung betreut derzeit 31 Herzsportgruppen in ganz Südtirol. Diese Gruppen bieten Menschen mit Herzerkrankungen die Möglichkeit, nach einem Herzinfarkt oder einer anderen kardiovaskulären Erkrankung regelmäßig zu trainieren. Es finden bewegungsorientierte Trainingseinheiten statt, die gezielt auf die Bedürfnisse von Herzpatienten abgestimmt sind. Jede Einheit wird von speziell geschulten Übungsleitern geleitet und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. <BR /><BR />Wer Interesse hat, an einer Herzsportgruppe in Südtirol teilzunehmen, kann sich an die Landeskoordination wenden: Telefon: 346 62 64 673 oder E-Mail: <a href="mailto:info@herzstiftung.org" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">info@herzstiftung.org</a>