Das Mädchen wird von einemmultidisziplinären Ärzteteambetreut.Kinderärzte, Neurologen undKardiologen kümmern sich seitihrer Einlieferung rund um dieUhr um die Elfjährige. Laut Angabender Uni-Klinik von gesternist Zustand weiterhin „sehrernst“. Dies ist der erste Fall einerschweren Komplikation vonSchweinegrippe in Südtirol.Das Mädchen, das in Oberau wohnt und die „Enrico Fermi“-Schule besucht, war am Donnerstag im Bozner Spital aufgenommen worden. Es litt an sehr hohem Fieber und schwerer Atemnot. Das Kind hatte bereits seit Montag an grippeähnlichen Symptomen gelitten.Infolge der fulminanten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes musste das Mädchen auf die Intensivstation verlegt werden. Sofort wurden alle notwendigen medizinischen Maßnahmen eingeleitet: Aufgrund der Atemprobleme wurdedas Kind auch einer externen Sauerstoffzufuhr unterzogen.Schließlich wurde die Elfjährigean die UniversitätsklinikInnsbruck verlegt, wo sich imKinderzentrum ein Ärzteteamum sie kümmert. Die besorgtenEltern weichen ihrer Tochternicht von der Seite.Laut dem Vizedirektor der„Enrico Fermi“-Schule, GiulianoGobbetti, ist die Elfjährige nichtdie einzige Schülerin, die derzeitmit Grippe oder einem grippalenInfekt das Bett hüten muss.Von mehreren Krankheitsfällenbetroffen seien aber auch andereSchulen in Bozen.„Wir haben es im Fall der Elfjährigenmit einer schwerenKomplikation von Neuer Grippezu tun“, sagt SanitätsdirektorOswald Mayr. „Leider kann einderartiger Krankheitsverlauf geradefür Risikogruppen nie ausgeschlossenwerden. Bei derNeuen Grippe gehören dazuauch Kinder und Jugendliche biszu 27 Jahren.“Zugleich warnt Mayr vor Panik:„Es gibt derzeit keineVeranlassung,die Klasse oder dieSchule des Mädchens zu schließenoder Angehörige unter Quarantänezustellen.“Auch Hygienedienstleiter Josef Simeoni unterstreicht, dass keine Schließung der Schule vorgesehen sei und beruhigt die Eltern. Man behalte die Krankheitim Auge. „Wir wissen, dass die Neue Grippe vor allem junge Menschen betrifft. Normalerweise beträgt die Heilungsdauer zwischen drei Tagen und einerWoche.“ Die Elfjährige war bereits an den Atemwegen erkrankt, als dieNeue Grippe erschwerend hinzukam. Die Symptome der Schweinegrippesind übrigens die selben wie bei anderen grippalen Infekten:Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Husten oder Halsschmerzen.Um einwandfrei sagen zu können, dass jemand an der Neuen Grippe erkrankt ist, braucht es eine entsprechende Laboranalyse.rc