Montag, 29. Juni 2020

„Keine Einzelbänke kaufen“

Ab Herbst sollen die Schüler auf Einzelbänken in den Klassen sitzen. Das sieht ein Entwurf der Unterrichtsministerin Lucia Azzolina vor. Das hieße aber auch, dass viele Klassenzimmer zu klein wären und man zusätzliche Räume bräuchte. Aber Bildungslandesrat Philipp Achammer lässt sich nicht treiben, wie die „Dolomiten“ am Montag berichten.

Ab Herbst sollten die Schüler auf Einzelbänken sitzen.
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Ab Herbst sollten die Schüler auf Einzelbänken sitzen. - Foto: © shutterstock
Nachdem Ministerin Azzolina für den Unterricht in den Klassen Einzelbänke vorschlägt, regt sie wegen der daraus resultierenden Platznot in den Schulen an, eventuell auf Unterricht in Kinos, Theater und Museen auszuweichen.

Die Variante mit den Einzelbänken käme laut Achammer der Ein-Meter-Abstandsregel gleich – sprich der gelben Variante in Südtirol. „Dann wären zusätzliche Klassen zu bilden. Wir werden innerhalb Juli anhand der Zahlen entscheiden, deswegen haben wir noch etwas Zeit.

Autonome Ausrichtung

Bis dahin müsste auch die römische Ausrichtung klar sein, wobei wir dem Ganzen dann eine autonome Ausrichtung geben werden. Wir hoffen immer noch, dass wir im Herbst so gut wie mit dem Normalbetrieb starten können“, sagt Achammer. Das wäre Variante Grün (wir berichteten): gestaffelter Ein- und Austritt in den Schulen, gestaffelte Pause, stabile Klassen, möglichst wenig Austausch unter den Klassen. „Damit sich die Schulgemeinschaft nicht auf einmal trifft“, sagt Achammer.

Sollten allerdings Ein-Meter-Abstände einzuhalten sein, dann brauche es Zusatzräume. „In vielen Schulen der Peripherie gibt es gute Ausweichräume, eventuell muss auch auf Rotation zurückgegriffen werden. Hier stehe ich im Austausch mit den Gemeinden. Platzmangel sehe ich im städtischen Raum. Aber wir werden nicht auf Kinos oder Theatersäle ausweichen, wir werden schauen, benachbarte Räumlichkeiten zu finden. Unsere Hoffnung bleibt aber, dass die Zahlen so bleiben. Das wäre die Voraussetzung für einen So-gut-wie-Normalität-Start“, sagt Achammer.

lu/mit