Freitag, 03. Juli 2015

Keine Gnade für „falsche“ Wanderleiter

Wer die Bezeichnung Bergführer, Alpinschule oder ähnliche Begriffe verwendet, ohne über die entsprechende Befähigung zu verfügen, muss künftig mit einer Geldbuße rechnen.

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Seit Dezember 2012 ist das Berufsbild des Wanderleiters gesetzlich definiert und verankert. Seitdem absolvieren viele Interessierte in den Bildungseinrichtungen Südtirols entsprechende Fortbildungskurse. Als Wanderleiter begleiten sie Touristen und einheimische Wanderer und informieren diese über historische, ethnografische und topografische Aspekte der erwanderten Gebiete.

„Wanderleiter, die sich als solche bezeichnen, müssen im entsprechenden Sonderverzeichnis eingetragen sein", unterstreicht die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer. Sind sie es nicht, drohen nun Geldbußen.

Dies sieht die „Berg- und Skiführerordnung“ vor, die jüngst im Rahmen des Wirtschafts-Omnibusgesetzes vom Südtiroler Landtag abgeändert und genehmigt wurde.

Bis zu 5113 Euro werden fällig

„Selbstverständlich sollen Gastwirte und Privatzimmervermieter ihre Gäste weiterhin auf Wanderungen begleiten. Die Gäste begrüßen das - es ist authentisch und sympathisch", sagt Hochgruber Kuenzer. Allerdings sollten sie davon absehen, sich offiziell als Wanderleiter zu benennen, sofern sie nicht die entsprechende Ausbildung dazu genossen haben.

Sollte die Bezeichnung trotzdem angewendet werden, müssen Betroffene künftig mit einer Geldstrafe von 1375 Euro bis 5113 Euro rechnen.

Die Landtagsabgeordnete hatte hierzu einen Abänderungsantrag zum „Wirtschaft-Omnibus" eingereicht, dem im Rahmen der jüngsten Landtagssitzung mit großer Mehrheit zugestimmt wurde. 

stol