Grund dafür seien sowohl praktische als auch organisatorische Herausforderungen: Fahrräder benötigen deutlich mehr Platz als einzelne Fahrgäste, erschweren das Ein- und Aussteigen und die Verwaltung der begrenzten Stellplätze innerhalb von Zügen. Auch in puncto Sicherheit stelle der Transport von Fahrrädern einige Hürden dar. „All diese Anforderungen stehen in einem Spannungsverhältnis mit der hohen Auslastung der Züge, insbesondere während der Hauptverkehrszeiten“, so der Mobilitätslandesrat. Vor diesem Hintergrund entspreche eine Förderung des Fahrradtransports in Zügen weder den Interessen des Landes noch jenen des öffentlichen Verkehrs. Eine Alternative für Pendler bleibt jedoch: Klappräder und Roller, die deutlich weniger Platz benötigen, dürfen weiterhin kostenlos in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden. <h3> Land setzt vermehrt auf „Radlboxen“</h3>Statt auf mehr Fahrräder im Zug setzt das Land auf mehr Abstellmöglichkeiten an den Bahnhöfen und Bushaltestellen. Die sogenannten „Radlboxen“ ermöglichen es, Fahrräder sicher und vergleichsweise günstig direkt am Bahnhof unterzubringen. Die Jahresgebühr beträgt 30 Euro für einen Platz in einer Sammelbox und 60 Euro für eine Einzelbox. Gemeinsam mit den Gemeinden wird das Angebot laufend erweitert. Neue Anlagen entstehen unter anderem im Ahrntal, in Auer, Bozen, Branzoll, Klausen, Lana, Leifers, Mals, Meran, Mühlbach, Naturns, Niederdorf, Partschins, Percha, Plaus, Salurn, Sand in Taufers, St. Lorenzen, Tramin und Vintl. Auch mithilfe von EU-Fördermitteln wird der Ausbau der Radboxen vorangetrieben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1331457_image" /></div> <BR /><BR />Die Nutzungszahlen der „Radlboxen“ fallen sehr unterschiedlich aus. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 25.496 Fahrräder in den „Radlboxen“ des Landes abgestellt. Während in der Sammelbox am Bahnhof Brixen 10.885 Fahrräder ihren Platz fanden, kamen jene Boxen am NOI Techpark in Bozen nur auf 14 Nutzungen. Die Einnahmen beliefen sich auf 3.826 Euro.