Mittwoch, 07. November 2018

Keine Milde für sexuelle Gewalt

Am Bozner Landesgericht wurde am Dienstag ein Nigerianer zu 12 Jahren Haft verurteilt. Außerdem wird er nach der Haftstrafe abgeschoben. Dem Mann werden eine Vergewaltigung und ein weiterer Versuch von sexueller Gewalt zur Last gelegt. Zunächst hatte der Mann angegeben, minderjährig zu sein, um milder bestraft zu werden. Das wurde aber laut "Dolomiten"-Bericht vom Mittwoch mittels Röntgenaufnahmen widerlegt. Er ist mindestens 19 Jahre alt.

Ein junger Nigerianer wurde am Bozner Landesgericht wegen sexueller Gewalt verurteilt.
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Ein junger Nigerianer wurde am Bozner Landesgericht wegen sexueller Gewalt verurteilt. - Foto: © LPA

Richter Walter Pelino ließ keine Gnade walten: Der im Gefängnis von Trient einsitzende Nigerianer wurde in einem verkürzten Verfahren zu 12 Jahren Haft verurteilt. Außerdem wird er nach Ende der Gefängnisstrafe direkt in sein Heimatland abgeschoben.

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, Anfang August 2017 in der Nähe der Twenty-Brücke in Bozen einer 16-Jährigen sexuelle Gewalt angetan zu haben – unter Bedrohung mit einem Messer. 2 Tage später soll der junge Mann versucht haben, einer 50-jährigen Frau sexuelle Gewalt anzutun. Sie schrie und floh. Ein DNS-Abgleich überführte ihn eindeutig beim ersten Fall, der zweite Fall wurde ihm als versuchte sexuelle Gewalt angelastet; für einen dritten Vorwurf, nämlich an einer Gruppenvergewaltigung beteiligt gewesen zu sein, gab es zu wenig Beweise. 

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol