Schon seit Jahren gilt der Bozner Obstmarkt als Partymeile der Stadt. Während es dort zu Sommerbeginn noch ordentlich rund ging, sei es in letzter Zeit ruhiger gewesen, betont Christoph von Ach, Mitglied des Komitees Lebenswerter Obstmarkt.<BR /><BR />Das mag unter anderem daran liegen, dass seit geraumer Zeit am Obstmarkt an den Wochenenden fix 2 Streifen der Stadtpolizei stehen. Aber vielleicht hat es auch etwas mit der neuen Bar in der danebenliegenden Streitergasse zu tun. Davon sind zumindest die Anrainer überzeugt, die seit der Eröffnung des Lokals vor wenigen Wochen eine Verlagerung der Partyszene befürchten und von schlimmen Zuständen berichten. <BR /><BR />Besagte Bar befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, in dem auch zahlreiche Wohnungen sind. Ein Anrainer, der direkt über dem Lokal wohnt, berichtet von Partys bis tief in die Nacht mit lauter Musik, Alkohol und Drogenkonsum im Außenbereich. „Drogengeruch liegt in der Luft und morgens findet man die Überreste direkt vor der Haustür“, erklärt er. <BR /><BR />„Ein weiteres Problem ist, dass die Gäste dieser Bar auf der Stiege, die zu unserer Haustür führt, sitzen. Und bislang bin ich noch jedes Mal angepöbelt worden, als ich abends nach Hause kam“, sagt der Anrainer. Daher habe er mittlerweile direkt Angst, wenn er ab einer bestimmten Uhrzeit in seiner Wohnung will und das könne es nicht sein. <h3> Stadtpolizei soll vorbeischauen</h3>Ein anderer Anrainer kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die besagte Zone der Streitergasse zum neuen Party-Hotspot in der Altstadt werden soll. <BR /><BR />Stadträtin Johanna Ramoser sind noch keine Klagen zu Ohren gekommen. Nachdem sie sich aber seit jeher für eine Befriedung der Situation zwischen den Anrainern und Feiernden stark macht, will sie reagieren. <BR />„Ich habe daher mit dem Kommandanten der Stadtpolizei, Fabrizio Piras, vereinbart, dass die Beamten, die fix am Obstmarkt stationiert sind am kommenden Wochenende auch die Streitergasse kontrollieren werden“, sagt sie. Es müsse verhindert werden, dass, nachdem man am Obstmarkt für Ruhe gesorgte habe, s gleich um Ecke das nächste Problem entstehe, meint sie. <BR /><BR />Für die Anrainer ist jedenfalls klar, dass sich etwas ändern muss. Einer von ihnen hat auch schon konkrete Lösungsvorschläge: „Wir brauchen eine ständige Polizeipräsenz in der Streitergasse und eine neue Verordnung zum Schutz der Nachtruhe.“ Die aktuellen Zustände seien nämlich nicht länger tragbar.<BR />