<div class="img-embed"><embed id="1014429_image" /></div> <b>Dr. Eugen Sleiter </b>(Bild) hatte vor rund einem Monat mit dem ersten Verdachtsfall zu tun. Damals war sein erster Gedanke noch nicht der Keuchhusten. „Wenn ältere Menschen, die schon angeschlagen sind, so eine Infektion haben, kann das schon zu einer gefährlichen Belastung werden“, sagt Dr. Sleiter. <BR /><BR /><BR />Er rät, auf die Symptome zu achten, „denn Grippe und Parainfluenza sind vorbei. Ein Keuchhusten beginnt mit einem leichten Schnupfen, Niesen und tränenden Augen. Dann kommt Abgeschlagenheit dazu und eventuell, aber nicht zwingend leichtes Fieber. Tritt dann der Stakkato-Husten auf, dann werden so viele Bakterien herausgeschleudert, dass in der eigenen Familie eine 100-prozentige Ansteckungsgefahr besteht und so ein Husten kann 3 Wochen anhalten“, sagt Dr. Sleiter. Wie Covid gelehrt hat, seien gestern alle hustenden Patienten mit Schutzmaske in die Praxis gekommen.<BR /><BR />Mit gestrigem Schulbeginn geht Dr. Sleiter davon aus, dass das Bakterium weiter die Runde machen könnte. „Wer die normalen Pflichtimpfungen hat, für den ist das kein Problem, aber schon im Maturaalter lässt der Impfschutz wieder nach“, gibt Dr. Sleiter zu bedenken. Ungeimpfte Kinder sollten mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor man sie wieder in Kindergarten und Schule schickt, sagt er. „Ich hätte mir erwartet, dass der Hygienedienst die schulischen Einrichtungen informiert und eventuell auch schwangeres Lehrpersonal aufmerksam gemacht wird.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1014432_image" /></div> Der Lananer Amtsarzt <b>Dr. Domenico Bossio</b> (Bild) geht davon aus, dass die Infektionen von Kindergärten und -horten ausgehen und zwar in Orten, wo wenig geimpft werde. Wichtig sei, dass sich die Leute mit dem 3-fach-Impfstoff Diphterie-Tetanus-Pertussis impfen lassen. „Und wer nicht geimpft ist, sollte sich einschließen wie bei Covid“, sagt Dr. Bossio. Fürs Zirkulieren des Keuchhusten-Bakteriums macht er 2 Faktoren geltend: einmal der begrenzte Impfschutz des Impfstoffs und zweitens die niedrige Durchimpfungsrate.