Sonntag, 11. November 2018

KFS-Kongress: Handy und Familie

Der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) ist am Samstag, 10. November, mit neuem Konzept in die mittlerweile 9. Ausgabe des KFS-Familienkongresses gestartet. Professor Holger Ziegler von der Universität Bielefeld, Evolutionspädagogin Rita Schwingshackl und Sozialpädagoge Manuel Oberkalmsteiner sprachen über Achtsamkeit und Medienerziehung.

Die Kleinen erhielten Tipps zum sicheren Umgang mit dem Handy. - Foto: KFS
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Die Kleinen erhielten Tipps zum sicheren Umgang mit dem Handy. - Foto: KFS

Dass es dramatische Auswirkungen auf das Aufwachsen und auf unser Zusammenleben hat, wenn die Beziehung zwischen Eltern und Kinder nicht gegeben ist, weiß Ziegler aus seiner Arbeit für die Kinder- und Jugendhilfe. Eine seiner bekanntesten Studien zum Thema Achtsamkeit, für die er über 1.000 Kinder, Jugendliche und Eltern befragt hat, zeigt jedoch Grund zum Optimismus.

Etwa 70 Prozent der Kinder fühlen sich von ihren Eltern voll und ganz beachtet. „Unsicherer sind aber die Eltern selbst“, berichtet der Erziehungswissenschaftler. Gerade das Keine-Zeit-Haben sei eine Gegenwartserfahrung, die alle teilen.

Liebes-Sorge-Beziehung ist überall möglich

Trotzdem sei eine gelungene Liebes-Sorge-Beziehung in allen sozialen Schichten und auch unter ungünstigen Rahmenbedingungen möglich. Dran ändere auch die Digitalisierung nichts. Aufgabe der Familienpolitik müsse es sein, diese vor allem anderen zu fördern und den Wert der Familie zu stärken.

Auch die Kinder und Jugendlichen selbst waren am Samstag als Kongressteilnehmende dabei. Mit Micheal Reiner besprachen sie die positiven und negativen Seiten der Mediennutzung und lernten auch das eigene Medienverhalten zu hinterfragen. „Schwimmen kann jeder, surfen leider nicht“, hob der Psychologe bei Young & Direct hervor und zeigte praktische Tipps, wie man Fallen im Netz vermeiden kann.

stol

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