Das Personal will Achammer unter pensionierten Lehrern rekrutieren. Der erste Aufruf soll bereits in Kürze starten, das Angebot selbst schon ab März 2026.<BR /><BR />Ein Jahr nachdem die SVP-Arbeitsgruppe deutsche Schule eingesetzt wurde, diskutiert die Parteileitung am Montag deren Maßnahmenkatalog. Besonderen Wert legt Obmann Dieter Steger auf eine Sprachstanderhebung im Kindergarten. „Wir müssen die Kinder so früh wie möglich abholen und ihre Sprachkenntnisse für den Schulbesuch verbessern.“<BR /><BR />Genau dort hakt Landesrat Achammer ein. „Die Sprachstanderhebung dient nicht dazu, Kinder auszuschließen, sondern die beste Art der Förderung zu finden“, sagt er. Für einige könne der Weg besser in einer italienischen Schule erfolgen. „Für andere in einer deutschen Schule, wenn...“, so Achammer. Das „Wenn“ sei mit Verpflichtungen für die Eltern verbunden, am Bildungsweg zu partizipieren. Wer sich der Mitwirkungspflicht demonstrativ entziehe, dem will Achammer wie berichtet Leistungen des Landes streichen.<h3> Pensionierte Lehrer als Personal </h3>Das „Wenn“ ist aber auch mit Auflagen für das Kind verbunden. „Ich werde der Partei am Montag vorschlagen, dass es individuelle Sprachförderpläne für jedes Kind braucht“, so Achammer. Diese können mit Verpflichtungen wie etwa Stützunterricht bzw. Sprachbegleitung am Nachmittag verbunden sein.<BR /><BR />Das Personal dazu will der Landesrat unter pensionierten Lehrern finden. „Viele wollen nicht mehr unterrichten, wären aber sehr wohl bereit, einige Stunden am Nachmittag in der Sprachförderung mitzuhelfen“, ist Achammer überzeugt. Das Land könne die Lehrer a.D. nicht anstellen. Gesetzlich gilt ein Anstellungsverbot. Ein erster Versuch, ein Anstellungsverhältnis über eine bestehende Stiftung mit Landesbeteiligung zu erwirken, war nicht machbar.<h3> Finanzierung sei gesichert und laufe übers Land</h3>„Diese Woche treffe ich mich aber mit Weiterbildungsorganisationen und es schaut gut aus“, so Achammer. Die Finanzierung laufe immer übers Land und sei gesichert. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen mit dem ersten Aufruf starten“, so der Landesrat. Die Sprachförderung mit pensionierten Lehrkräften soll mit dem zweiten Semester beginnen.<BR /><BR />Dass diese Förderung geradezu eine Einladung ist, Kinder in die deutsche Schule einzuschreiben, sieht Achammer nicht: „Eine bessere Qualität des Sprachenlernens ist eine Gewähr für alle. Wir wollen nicht, dass Migrantenkinder nicht mehr die deutsche Schule besuchen, sondern dass sie gut Deutsch lernen“. <h3> Vorschläge aus der SVP-Arbeitsgruppe</h3>Ein Jahr lang hat eine SVP-Arbeitsgruppe an Vorschlägen zum Schutz der deutschen Schule gearbeitet. Nachfolgend sind die wichtigsten Vorschläge.<BR /><BR />Im Kindergarten wird eine Sprachstanderhebung durchgeführt, damit die Schulen frühzeitig wissen, welche Sprachkenntnisse die Kinder aufweisen.<BR /><BR />Kindergarten und Grundschule sollen entweder im deutschen oder im italienischen System besucht werden. Wechsel sind zu vermeiden. Geprüft wird eine gesetzliche Einschränkung.<BR /><BR />In der ersten Klasse der Grundschule sollen Klassengrößen verkleinert werden. Mehr Personal soll das Aufteilen und Unterrichten in kleineren Gruppen erleichtern.<BR /><BR />Die Ausbildung der Lehrer in Deutsch als Fremdsprache für alle Lehrer in komplexen schulischen Sprachsituationen soll stark gefördert werden. Lehrer an Schulen mit hoher Sprachkomplexität sollen ökonomische Anreize erhalten.<BR /><BR />Die digitale Einschreibung in die Grundschule kann unterbrochen werden, um mit Eltern, deren Kinder mangelnde Deutschkenntnisse aufweisen, zu reden. Die Kommunikation der Schulen mit Eltern auf Deutsch wird unterstützt.<BR /><BR />Übertritte vor Schulbeginn vom deutsch- ins italienischsprachige System aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse müssen von der italienischen Schule garantiert werden.<BR /><BR />Ausbau des deutschsprachigen Nachmittagsangebots. Sommer- und Nachmittagskurse sollen im Falle schlechter Deutschkenntnisse verpflichtend werden.<BR /><BR />Geprüft wird eine gesetzliche Mitwirkungspflicht der Eltern. Eltern, die sich Maßnahmen wie einem verpflichtenden Kindergartenjahr oder Sprachkursen für ihre Kinder widersetzen, könnte der Entzug von Leistungen des Landes drohen.