Mittwoch, 09. November 2016

Kinder dürfen künftig Familiennamen der Mutter tragen

Das Verfassungsgericht hat ein Gesetz für ungültig erklärt, wonach Kinder von verheirateten Paaren stets den Familiennamen des Vaters bekommen.

Das Verfassungsgericht in Rom stellt fest: Eltern können selbst nehmen, welchen Familiennamen ihr Kind bekommt.
Das Verfassungsgericht in Rom stellt fest: Eltern können selbst nehmen, welchen Familiennamen ihr Kind bekommt. - Foto: © LaPresse

Eine solche „automatische Zuweisung des Familiennamens“ verstoße gegen die Verfassung, heißt es in einem am Dienstag in Rom verkündeten Urteil. Die Eltern könnten selbst wählen, welchen Familiennamen ihr Kind bekomme.

Geklagt hatte ein italienisch-brasilianisches Paar, das seinem Kind die Familiennamen beider Elternteile geben wollte. Nach bisheriger Rechtslage war das nicht möglich. De Anwälte der Eltern hatten vor Gericht argumentiert, dass diese Regelung gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter verstoße.

Bereits vor 40 Jahren war im italienischen Abgeordnetenhaus erstmals ein Gesetzentwurf eingereicht worden, um das Namensrecht zu ändern. Er wurde aber vom Senat blockiert.

apa/afp

stol