Mittwoch, 01. April 2020

„Kinder und Jugendliche haben Recht auf Schutz und Sicherheit“

Letzthin wurde aufgedeckt, dass im Tennisclub Rungg ein Trainer tätig war, der wegen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen gerichtlich verurteilt war und mit einem Berufsverbot belegt ist. Die Fachstelle für Prävention der Diözese lobt in einer Stellungnahme das Verhalten der Verantwortlichen.

„Der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch ist prioritär“, betont Bischof Ivo Muser.
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„Der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch ist prioritär“, betont Bischof Ivo Muser. - Foto: © shutterstock
Die Fachstelle für Prävention der Diözese spricht in ihrer Stellungnahme der Sportkommission und dem Bürgermeister Wilfried Trettl ihren Dank aus für die verantwortliche und konsequente Vorgangsweise zur Klärung der Situation im Tennisclub Rungg. Kinder und Jugendliche, heißt es weiter, hätten im sportlichen Bereich wie in allen anderen Lebensbereichen Anrecht, dass sie geschützt und sicher vor sexuellen und anderen Formen von Missbrauch und Gewalt aufwachsen und sich entfalten können.

Die Leitlinie von Bischof Ivo Muser in der Diözese

„Der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch ist prioritär. Als Pfarrgemeinde, als kirchliche Verbände und Gemeinschaften, als Familien, als Frauen und Männer, als Leiter von Kinder- und Jugendgruppen stehen für uns das Wohl und die Würde der Minderjährigen an oberster Stelle. Entsprechend den christlichen Grundwerten und der internationalen Konvention der Kinderrechte treten wir für eine Kultur der Achtsamkeit und der Verantwortung ein.
Alle sind aufgerufen, dass in Kirche und Gesellschaft Missbrauch und Gewalt an Kindern und Jugendlichen enttabuisiert werden“,heißt es in der Leitlinie von Ivo Muser. Sexueller Missbrauch und andere Formen von Gewalt hätten das Leben vieler Menschen zerstört sowie deren Familien und Gemeinschaften eine schwere Last aufgebürdet. Dies geschehe leider immer noch mitten unter uns. Dem gelte es entgegenzuwirken. Dazu brauche es Zivilcourage, Solidarität und eine klare Haltung überall und jederzeit, um die Würde und das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu sichern und zu gewährleisten.

Wenn im kirchlichen Bereich Verdachtsmomente, Vermutungen oder Missbrauchsvorfälle auftreten, können diese an die Ombudsstelle der Diözese (E-Mail: [email protected], Tel. 3483763034) gemeldet werden.

Weitere Ansprechstellen

Kinder- und Jugendanwaltschaft:
[email protected]
Tel. 0471 94 60 50

Young+direct:
[email protected]
Tel. 0471 - 060 430
Tel. 0471 155 155 1 (Jugendtelefon)
WhatsApp-Nummer: 345 0817 056

Forum Prävention: [email protected]
Tel. 0471 324 801

stol