Was das für Eltern und Kinder bedeutet und warum eine schnelle Nachfolge derzeit nicht in Sicht ist, lesen Sie hier.<BR /><BR />Anfang Dezember wurde Dr. Gloria Maria Patelli als neue Kinderärztin für das Wipptal vorgestellt. Sie nahm ihre Tätigkeit als Kinderärztin freier Wahl in Sterzing auf und sollte die pädiatrische Grundversorgung der Kinder im Alter von null bis sechs Jahren im Bezirk übernehmen. Rund 1100 Kinder wurden automatisch ihrer Praxis zugewiesen. <BR /><BR />Zuvor waren alle Kinder aus dem Wipptal in der pädiatrischen Ambulanz des Krankenhauses Sterzing betreut worden. Mit der neuen Praxis sollte laut Sanitätsbetrieb die Versorgung ausgebaut und die wohnortnahe Betreuung gestärkt werden.<BR /><BR />Doch bereits wenige Monate später, mit Ende April, wird Dr. Patelli ihre Praxis in Sterzing auf eigenen Wunsch wieder schließen. Die Kinderärztin werde eine freie Stelle in einer Gemeinde antreten, die näher an ihrem Wohnort liege, berichtete die Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, Dr. Elisabeth Montel. <h3> Kein einziger Interessent: Stelle bleibt trotz Ausschreibung unbesetzt</h3>Ihr Weggang sei überraschend gekommen, denn man sei mit der Arbeit der Ärztin in Sterzing sehr zufrieden gewesen, betont die Bezirksdirektorin. „Die Erfahrungen mit Dr. Patelli waren sehr gut“, sagt Montel.<BR /><BR />Eine rasche Nachbesetzung der Stelle ist allerdings derzeit nicht in Sicht. Bei einer neuerlichen provisorischen Ausschreibung für einen Basiskinderarzt hat es laut Montel keinen einzigen Interessenten gegeben.<h3> Rückkehr zum bisherigen Modell der Betreuung</h3>Ab Mai werden deshalb wieder alle Kinder aus dem Wipptal vollständig von den Kinderärzten der pädiatrischen Ambulanz im Krankenhaus Sterzing betreut. Wie es mittelfristig mit der pädiatrischen Grundversorgung von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren im Wipptal weitergehen soll, ist noch offen. Dazu seien interne Beratungen, auch mit der Pädiatrie-Abteilung im Krankenhaus Sterzing, notwendig, so Montel.