Die ersten Friedhofsbesucher am Sonntag entdeckten in der Früh die Freveltat. An fünf Kindergräbern hatten sich die noch unbekannten Grabschänder vergriffen. Nicht nur die Grabsteine wurden zerstört, sondern auch die Engel der Kindergräber wurden umgestoßen und beschädigt. Ein marmornes Grabkreuz wurde in Teile zerschlagen.„Wir waren alle schockiert“, bemerkten mehrere Friedhofsbesucher. Die sinnlose Zerstörungswut machte wieder einmal nicht Halt vor religiösen Symbolen. „Wer die Totenruhe und religiöses Brauchtum nicht respektiert und die Gefühle vieler Menschen, vor allem der Angehörigen der Toten, verletzt, muss ein krankes Gehirn haben“. Mit diesen Worten machte sich eine Frau zornig Luft über die abscheuliche Tat.Ermittlungen laufenSofort nach Bekanntwerden der Schändung eilten Hans Schrott, Leiter der Gemeindepolizei, und Vertreter der Carabinieri zum Friedhof. Sie leiteten Erhebungen zur Aufklärung der Straftat ein. Da es auch andere Vandalenakte im Stadtbereich (Zerstörung von Blumentöpfen, Lampen, Spiegeln und Bänken) gab, wird die Diskussion über die Errichtung von Überwachungskameras wieder beginnen. Innerhalb von zwei Jahren ist dies der dritte Fall von Grabschändung in Klausen. Jedes Mal wurden Kindergräber geschändet. Ähnliche Fälle von Schändung religiöser Orte gab es in den vergangenen Jahren mehrmals. In der Mariengrotte bei der Kapuzinerkirche war mit brachialer Gewalt die Muttergottesstatue geknickt und heruntergerissen worden. Auch beim Bildstock am Säbener Aufgang gab es zwei Mal einen Brandanschlag. Weiters wurde der Christus beim Wegkreuz am Wallfahrtsweg zerstört.D