Es handelt sich um Aufnahmen hard-pornographischer Art vom zum Teil wirklich kleinen Kindern. Der Mann soll sich mit Gleichgesinnten auch aus dem EU-Ausland ausgetauscht und kinderpornographisches Material verteilt haben.Die Postpolizei hat im Rahmen von solchen Ermittlungen die Möglichkeit, sich zu schwer zugängliche Foren Zugang zu verschaffen und dies zur Überführung von Tätern zu nutzen. Die dort gesammelten Daten wurden auch dem Bozner zum Verhängnis. Datenflüsse kontrollieren"Es wurde uns vom Ausland gemeldet, dass reichlich Material nach Italien fließt", so die regionale Postpolizei-Chefin Tiziana Pagnozzi gegenüber STOL. Dies brachte die Ermittler auf die Spur.Erst konnte man die Bewegung auf eine Person innerhalb der Provinz Bozen eingrenzen. Dann haben man mit neuesten, technologischen Mitteln agiert, so Pagnozzi.Lebte mit Eltern in der WohnungDies wiederum hat zur Identifizierung des Bozners geführt. "Wir haben die Situation beobachtet und schlussendlich zugegriffen", sagt die Postpolizei-Chefin. Am Dienstag wurde der Mann festgenommen. Er lebt in einer Wohnung gemeinsam mit seinen Eltern. Diese hätten von allem nichts mitbekommen.In der Wohnung, bzw. am PC des Mannes wurde zahllos belastendes Material sichergestellt. "Über 500 Videos konnten wird sicherstellen", so Pagnozzi. Manche der gefilmten Kinder waren keine zehn Jahre alt.Ob der Mann selbst auch kinderpornographisches Material hergestellt habe, müsse man erst im Zuge weiterführender Ermittlungen prüfen. Der Mann sitzt im Gefängnis von Bozen ein.stol/ker