Dienstag, 14. November 2017

Kindersicheres Zuhause für die Dreikäsehochs

Nach Tumorerkrankungen sind Unfälle in den heimischen 4 Wänden die zweithäufigste Todesursache bei Kleinkindern und Kindern bis 6 Jahren dar. Nun haben die Abteilung für Prävention des Sanitätsbetriebs, Kinderbasisärzte und Sanitätsassisstenten zum Thema "Sicher aufwachsen" 4 Broschüren verfasst.

Kinder sollen nur am Tisch in aufrechter Position essen und nicht im Gehen oder gar laufen.
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Kinder sollen nur am Tisch in aufrechter Position essen und nicht im Gehen oder gar laufen. - Foto: © shutterstock

Kinder sollen sicher und unbeschwert aufwachsen: Das wünschen sich Eltern, Betreuer und Mitarbeiter der Gesundheitsdienste. Aus diesem Grund entstand die Idee, eine Checkliste zur Vermeidung von Unfällen in handlichem Format zu erarbeiten und in allen kinderärztlichen Praxen und Einrichtungen der Kindergesundheit aufliegen zu lassen. Zudem gibt es Broschüren mit Tipps zur Unfallvermeidung bis zum Alter von 6 Jahren.

Checklisten wertvolle Hilfestellung

Livia Borsoi vom Departement für Prävention überbrachte die Grüße der Pflegedirektorin, die terminbedingt nicht anwesend sein konnte und wies darauf hin, dass Kinder und Senioren am häufigsten von häuslichen Unfällen betroffen seien: „Diese Broschüren bzw. die Checkliste können somit eine wertvolle Hilfestellung geben“.

Sanitätsassistent Lukas Waldneraus Meran arbeitete die Texte mit Kolleginnen aus den anderen Bezirken aus und kann bestätigen: „Ich bin selbst Vater eines Kleinkindes und weiß nicht zuletzt deshalb, dass Kinder einfach Entdecker und Forscher sind, sie krabbeln, laufen, toben, klettern und springen.

Es ist nicht immer einfach für die Eltern, die Kleinen im Auge zu behalten - kurz nicht hingesehen und schon ist es passiert: Ein Sturz, ein Schnitt, ein Stoß kommen häufiger vor, als man denkt. Wir wollten mit unseren Broschüren vor allem helfen, Gefahrenquellen zur erkennen und/oder zu vermeiden. Denn jeder Unfall ist einer zu viel!“

„Jedes Kindesalter hat seine Risiken“

"Jedes Kindesalter hat seine Risiken. Bei Neugeborenen besteht das größte Risiko, vom Wickeltisch oder Sofa zu fallen oder aber an etwas zu ersticken", sagt Dr. Emanuela Pedevilla, Kinderbasisärztin in Brixen.

Bei den Ein- bis Drei-Jährigen stelle das Ersticken die größte Gefahr dar. "Entweder weil kleine Spielzeugteile in den Mund genommen und inhaliert werden oder aber weil sie beispielweise Erdnüsse oder Traubenkerne zum Essen bekommen", sagt Dr. Pedevilla. 

Und noch eines legt sie den Eltern wärmstens ans Herz. "Kinder sollen nur am Tisch in aufrechter Position essen und nicht im Gehen oder gar laufen", so Dr. Pedevilla.    

stol/lu

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