Mittwoch, 04. März 2020

Kindersitze mit Alarmsystem: Ab Freitag wird gestraft

Kinder unter 4 Jahren müssen laut Gesetz in Kindersitzen mit Alarmsystemen gegen das Verlassen („anti abbandono“) im Auto transportiert werden. Ab Freitag 6. März wird bei Verletzung dieser Pflicht gestraft.

Seit November ist es Pflicht, Kinder unter 4 Jahren in einem Kindersitz mit Alarmsystem zu transportieren.
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Seit November ist es Pflicht, Kinder unter 4 Jahren in einem Kindersitz mit Alarmsystem zu transportieren. - Foto: © shutterstock
Dabei kann es sich um Geldstrafen von 83 bis 333 Euro und den Abzug von 5 Führerschein-Punkten handeln. Kindersitze mit Alarmsystem sind bereits seit dem 7. November 2019 verpflichtend.



Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) weist darauf hin, dass um gesetzeskonform zu sein, die Konformitätserklärung des Herstellers (diese erfolgt durch den Hersteller über eine Selbsterklärung) mitgeführt werden muss. Sie muss bestätigen, dass die technischen und funktionellen Anforderungen eingehalten werden, welche in der entsprechenden Verordnung an die Geräte gestellt werden.

Die Vorrichtungen können entweder in den Kindersitz integriert sein oder separat gekauft werden. Überprüfen Sie vor dem Kauf auf jeden Fall das Vorhandensein der Konformitätserklärung, insbesondere bei Käufen im Internet außerhalb der Europäischen Union.

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Wer und wie kann um Beitrag ansuchen?

Mittlerweile hat das Transportministerium auch ein eigenes Dekret erlassen, welches genau regelt, wer und zu welchen Bedingungen Anrecht auf einen den Beitrag des Staates in Höhe von 30 Euro für den Ankauf der Kindersitze hat.

Mit einigen Verzögerungen ist es seit Ende Februar 2020 möglich, über https://www.bonuseggiolino.it/bonuseggiolino/#/beneficiario/homePage um den Bonus von 30 Euro für den Ankauf anzusuchen. Dies kann auch passieren, wenn die Vorrichtung bereits gekauft wurde. Für die Registrierung ist es erforderlich, über eine digitale Identität zu verfügen (SPID).

Dabei ist der Beitrag einmalig pro Kind (also ein Kindersitz oder Nachrüstungs-System pro Kind), und daher darf nur ein Elternteil darum ansuchen. Der Beitrag wird in Form eines elektronischen Guthabens anerkannt, welcher ausschließlich in den Geschäften ausgegeben werden kann, die sich in einem eigenen Register des Ministeriums registriert haben.

Die Beiträge werden dabei nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt“ ausgezahlt und nur bis zur Erschöpfung der vom Staat zur Verfügung gestellten Geldmittel.

Für weitere Rückfrage steht auch der VZS Projekt-Schalter „All e-nclusive: Technologien – Beeinträchtigungen – Armut“ unter der Mailadresse [email protected], zur Verfügung.

stol