Montag, 21. November 2016

Kindsentführung: Haftstrafe für 30-Jährigen aus Nigeria

Mit einem gerichtlichen Vergleich über ein Jahr und 4 Monate Haft ist der undurchsichtige Fall einer mutmaßlichen versuchten Kindsentführung abgeschlossen. Ein 30-Jähriger aus Nigeria soll versucht haben, vor einem Supermarkt im Unterland ein 9-jähriges Mädchen mit sich zu reißen.

Richter Walter Pelino hat den Vergleich einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr und 4 Monaten abgesegnet.
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Richter Walter Pelino hat den Vergleich einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr und 4 Monaten abgesegnet. - Foto: © STOL

Zugetragen haben soll sich der Fall im März dieses Jahres. Ein Mann soll die 9-Jährige an der Jacke gepackt und gesagt haben, er wolle ihr ein Geschäft zeigen. Wenig später wurde ein 30-jähriger im Trentino wohnhafter Nigerianer als mutmaßlicher Täter verhaftet. Staatsanwalt Igor Secco erhob gegen den mutmaßlichen Täter Anklage wegen versuchter Freiheitsberaubung.

Unstimmigkeiten zwischen Aussagen

Anwalt Nicola Nettis, der Verteidiger des 30-Jährigen, hatte aber bald schon Unstimmigkeiten zwischen den Aussagen des Opfers und der Zeugen ausgemacht. Nettis hatte einen gerichtlichen Vergleich angeboten, sollte die Anklage auf Nötigung abgemildert werden. Dem ist der Staatsanwalt nun nachgekommen.

Vergleich zugestimmt

Ein Richterkollegium unter Vorsitz von Carlo Busato, Beisitzer waren Stefan Tappeiner und Ivan Perathoner, hat den Vergleich einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr und 4 Monaten abgesegnet. Der Mann ist auf freiem Fuß. Er soll mittlerweile einen Arbeitsplatz haben und psychologisch betreut werden.

em

stol