Samstag, 02. November 2019

Kirche nicht gegen Feuerbestattung

Das Presseamt der Diözese Bozen-Brixen stellt in einer Aussendung am Samstag klar, dass sich Bischof Ivo Muser in seinem zu Allerheiligen veröffentlichten Hirtenbrief zur Begräbniskultur nicht gegen die Feuerbestattung an sich ausgesprochen hat, sondern den Umgang mit der Asche aus christlicher Sicht betrachtet: „Das anonyme Verstreuen der Asche eines gestorbenen Menschen entspricht nicht der christlichen Begräbniskultur.“

Bischof  Ivo Muser wurde missverstanden.
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Bischof Ivo Muser wurde missverstanden.
In einigen Medien sei die Position des Bischofs zur Feuerbestattung, die er in seinem Hirtenbrief zur christlichen Begräbniskultur thematisiert hat, als sehr kritisch und negativ dargestellt worden.

Das Presseamt der Diözese stellt nun klar klar, dass „die Feuerbestattung erlaubt ist, vorausgesetzt, dass jemand diese nicht aus Gründen wählt, die den Glauben an die Auferstehung und an das ewige Leben in Frage stellen.“

„Wo die Feuerbestattung gewünscht wird, wird in den Texten der Liturgie darauf Bezug genommen“, schreibt Bischof Muser im Hirtenbrief und stellt dann klar: „Nach dem Gottesdienst und der Verabschiedung des Leichnams in oder vor der Kirche (Kapelle), wird er zur Feuerbestattung ins Krematorium gebracht. Die Urne wird dann im kleineren Kreis am vorgesehenen Ort beigesetzt. Das anonyme Verstreuen der Asche eines gestorbenen Menschen entspricht nicht der christlichen Begräbniskultur.“ (STOL hat berichtet)

„Die Kirche ist nicht gegen die Feuerbestattung, aber sie lehnt das anonyme Verstreuen der Asche ab. So werden der Tod unsichtbar und die persönliche Würde des einzelnen Menschen über den Tod hinaus verdunkelt“, heisst es abschließend in der Mitteilung.

stol