Montag, 14. August 2017

Kirchlicher Jugendbetreuer gesteht Sex mit 13-Jähriger

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes muss sich ein 37 Jahre alter kirchlicher Jugendbetreuer vor dem Landgericht Frankfurt am Main verantworten.

Ein 37-Jähriger muss sich vor Gericht wegen des sexuellen Missbrauchs an einem Mädchen verantworten.
Ein 37-Jähriger muss sich vor Gericht wegen des sexuellen Missbrauchs an einem Mädchen verantworten. - Foto: © shutterstock

Die Anklage legt ihm zur Last, im März und April 2015 eine damals 13 Jahre alte Konfirmandin 3 Mal vergewaltigt zu haben. Der Jugendbetreuer organisierte insbesondere Partys für Konfirmanden in der Frankfurter Innenstadt. Die sexuellen Übergriffe ereigneten sich laut Anklage in der Wohnung des Mannes.

Nach dem letzten Vorfall offenbarte sich das Mädchen seinen Eltern, diese erstatteten Anzeige gegen den Betreuer.

Verschiedene Aussagen

Vor Gericht räumte der 37-Jährige den mehrfachen Geschlechtsverkehr ein. Während er jedoch andeutete, verführt worden zu sein, sagte das Mädchen in ihrer nicht öffentlichen Zeugenvernehmung vor der Jugendschutzkammer das Gegenteil: Der Angeklagte habe sie verführt und dabei ihr junges Alter und ihre Unerfahrenheit ausgenutzt.

Auf eine Entschuldigung verzichtete der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers – er halte sie in der konkreten Situation für nicht angebracht. Die Richter wollen nun den umfangreichen Chat-Verkehr zwischen dem Angeklagten und dem Opfer berücksichtigen.

Mit dem Abschluss des Prozesses wird für diese Woche gerechnet.

dpa

stol