Montag, 29. Januar 2018

Kiribatis Präsident: Vermisste Fähre hatte viel mehr Menschen an Bord

Ein Fährunglück in einem abgelegenen Teil des Pazifiks hat möglicherweise bis zu 100 Menschen das Leben gekostet. Der Präsident des Inselstaates Kiribati, Taneti Mamau, berichtete am Montag, dass sich an Bord der vermissten Fähre vermutlich doppelt so viele Menschen befanden wie bisher angenommen.

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Das Schiff namens MS Butiraoi hätte schon am vorvergangenen Wochenende in South Tarawa, der Hauptstadt des Inselstaats, ankommen sollen. Vermutet wird, dass die Fähre unterging. Bisher wurden nur sieben Passagiere gerettet, die auf einem hölzernen Rettungsboot im Ozean trieben.

Trotz der immer geringeren Chancen, weitere Überlebende zu finden, wurde die Suche am Montag fortgesetzt. Die Einsatzkräfte flogen bisher ein Gebiet von 350.000 Quadratkilometern ab. Das entspricht in etwa der Fläche Deutschlands. Kiribati besteht aus insgesamt 33 Atollen. Dort leben etwa 110.000 Menschen.

Bei der MS Butiraoi handelt es sich um einen gut 17 Meter langen Katamaran, der am 18. Jänner auf der ebenfalls zu Kiribati gehörenden Insel Nonouti ausgelaufen war. Normalerweise hätte das Schiff für die 250 Kilometer lange Strecke nach South Tarawa zwei Tage benötigt.

apa

stol