In Südtirol sind die zuständigen Stellen bereits mit der Thematik betraut, demnächst werden sich die Bürgermeister zur neuen Rechtslage austauschen. „Die Homologierung der Geräte ist der eine Schritt, der nächste hingegen besteht darin, zu schauen, wo die Blitzer effektiv eingesetzt werden sollen“, erklärt Gemeindenverbands-Präsident Dominik Oberstaller auf Nachfrage. <BR /><BR />Bei diesem zweiten Schritt gelte es nachzuweisen, dass der Einsatz von Radarfallen tatsächlich der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zugutekommt. Dieser „positive Effekt auf die Verkehrssicherheit“ müsse von Fall zu Fall geprüft werden, zu dieser Frage sei eine Videokonferenz mit den Bürgermeistern für den 28. Juli anberaumt.<BR /><BR /> Wie aus einer Liste des Verkehrsministeriums hervorgeht, sind insgesamt 60 Geschwindigkeitsmessgeräte in Südtirol erfasst. Es handelt sich um unterschiedliche Systeme – von mobilen Radargeräten über stationäre Anlagen bis hin zu Laserpistolen für punktuelle Kontrollen.<BR /><BR />Wie aus Berechnungen des Verbraucherverbandes Codacons hervorgeht, haben in den vergangenen fünf Jahren die Strafen aus Radarkontrollen über 300 Millionen Euro in die kommunalen Kassen gespült. Als „Königin“ der Radarkontrollen gilt Florenz mit Strafen in Höhe von 86,1 Millionen Euro (2021 bis 2025). Bozen hingegen findet sich in den hintersten Plätzen dieser Auflistung wieder – die Bußgelder aus Radarkontrollen betrugen im besagten Zeitraum für die Landeshauptstadt lediglich 4 Euro pro Kopf.<BR /><BR />Somit müssen Geschwindigkeitsmessgeräte künftig deutlich strengere technische Anforderungen erfüllen. Die neue Regelung soll einen seit Jahrzehnten andauernden Rechtsstreit beenden.