Dienstag, 07. März 2017

Klausen: Schläger vorläufig hinter Gittern

Nach dem Übergriff vor dem Tanzlokal „Nachtigall“ in Klausen wurde der 35-jährige Tatverdächtige nun wegen der Gefahr einer Tatwiederholung verhaftet.

Ende Jänner hat ein Mann vor dem Tanzlokal "Nachtigall" in Klausen mehrere Personen mit Fäusten attackiert.
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Ende Jänner hat ein Mann vor dem Tanzlokal "Nachtigall" in Klausen mehrere Personen mit Fäusten attackiert. - Foto: © D

Erst vor 2 Wochen war Artan Sokola wegen Körperverletzung zu 5 Jahren Haft verurteilt worden. Jetzt hat Richter Emilio Schönsberg den aus Albanien gebürtigen und in Brixen wohnhaften 35-Jährigen wegen Tatwiederholungsgefahr verhaften lassen. Sokola wird verdächtigt, Ende Jänner in Klausen 3 Personen angegriffen zu haben.

Der Übergriff hatte sich am 29. Jänner vor dem Nacht- und Tanzlokal „Nachtigall“ ereignet (STOL hat berichtet). Aus nichtigen Gründen – wie die Carabinieri bald ermitteln konnten. Eines der Opfer soll bei der brutalen Attacke sehr schwer verletzt worden sein. Es verlor bei dem Übergriff 2 Zähne und muss mit bleibenden Schäden rechnen.

Tage später war von dem Übergriff ein Video im Internet aufgetaucht. Die Ermittler sichteten die Aufnahmen und konnten schon bald Artan Sokola als dringend Tatverdächtigen identifizieren.

Der Mann ist für die Ordnungshüter längst kein Unbekannter mehr. Wegen Drogen und Widerstands war er schon vor einigen Jahren mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Das schwerwiegendste Vergehen wurde erst Mitte Februar vor Richter Carlo Busato verhandelt. Er verurteilte Sokola zu 5 Jahren Haft wegen schwerer Körperverletzung.

Laut Anklage hatte der 35-Jährige im September 2013 in Brixen einen 20-Jährigen wiederholt getreten und geschlagen – so brutal, dass dieser einen dauerhaften Schaden am Kiefer davongetragen hat.
Auch auf einen Carabiniere, der eingreifen wollte, sei er losgegangen. Sokola wurde vorübergehend festgenommen und im Schnellverfahren zu 6 Monaten Gefängnisstrafe wegen Widerstands verurteilt. 

Sokola kam aber wieder auf freien Fuß, da das Urteil vorerst nicht rechtskräftig ist. Doch dieses Urteil zusammen mit dem jüngsten Vorfall hat Richter Schönsberg zum Schluss kommen lassen, dass Sokolas „hitziges Temperament“ durchaus als Risiko für die Allgemeinheit einzustufen ist. Daher hat der Richter den Haftbefehl ausgestellt und Sokola vorerst aus dem Verkehr gezogen. 

stol/rc

stol