Im Interview spricht die scheidende Präsidentin über die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre und was sich Betroffene im täglichen Umgang wünschen. <BR /><BR /><b>Frau Schacher, was bleibt nach 10 Jahren Vorsitz für die Südtiroler Krebshilfe?</b><BR />Ida Schacher: Es waren sehr schöne Jahre, aber auch intensive. Mir sind sehr viele Menschen zur Seite gestanden, damit man die Betroffenen in allen Bezirken angemessen unterstützen konnte. Ich werde auch weiterhin versuchen, eine gute Ansprechpartnerin zu bleiben. Außerdem war die Sensibilisierung ein sehr wichtiges Thema. Mit Unterstützung der Ärzte, allen voran Dr. Marcus Unterkircher haben wir uns sehr bemüht, die Menschen für Vorsorgeuntersuchungen und Prävention zu bewegen.<BR /><b><BR />Was hat sich im besagten Zeitraum in punkto Tumorerkrankungen verändert?</b><BR />Schacher: In den vergangenen 10 Jahren hat sich in der Vorsorge, Therapie und und Nachsorge von Krebserkrankungen in Südtirol sehr viel verändert. Es wurden große Fortschritte erzielt, denken wir nur an die Zertifizierung der onkologischen Betreuung in den Krankenhäusern oder an die Gründung des Brustgesundheitszentrums Brixen – Meran. Der medizinische und wissenschaftliche Fortschritt hat insgesamt zu effizienteren Therapien und verbesserten Diagnosen geführt. Heute ermöglichen eine punktgenaue Bestrahlung und die individuelle Abstimmung der Chemotherapie eine gezielte und schonendere Behandlung. Hervorheben möchte ich auch, dass allein im vergangenen Jahr 626 Betroffene eine finanzielle Unterstützung vonseiten der Krebshilfe bekommen haben.<BR /><BR /><b>Was hilft außerdem im Umgang mit Betroffenen?</b><BR />Schacher: Eine kleine, aufmunternde Geste wirkt vielfach als Lichtblick. Das kann auch nur ein Händedruck, eine stille Umarmung, ein Anruf oder ein kurzer Besuch sein. Oder einfach die Frage nach dem Befinden. So habe ich vor fast 25 Jahren hier in Toblach begonnen, gerade die kleinen Gesten vermögen Hoffnung zu vermitteln.