Mittwoch, 27. April 2016

Kleinlaster rast unter Lkw: Keine Rettung mehr für Lenker (64)

Alarmstufe 6 auf der Brennerautobahn zwischen Klausen und Bozen hieß es für die Freiwillige Feuerwehr Klausen am Mittwochmorgen. Und schon wieder rückte die Wehr auf die Südspur aus, auf der es zuletzt zu mehreren Unfällen in Folge gekommen war. Diesmal hat ein Auffahrunfall einen Mann aus dem Nonstal in der Provinz Trient das Leben gekostet.

Der Kleinlaster prallte mit voller Wucht auf den Lkw. - Foto: FFW Klausen
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Der Kleinlaster prallte mit voller Wucht auf den Lkw. - Foto: FFW Klausen

Nach ersten Auskünften ist ein Kleinlaster bei Kilometer 59 - Höhe Waidbruck - ungebremst auf einen Lkw aufgefahren. In der Zone stauten sich die Lkw.

Der Kleinlaster prallte mit voller Wucht auf den Lkw. - Foto: FFW Klausen

"Der Kleinlaster wurde unter dem Lkw eingeklemmt", so Markus Mitterutzner, Kommandant der Klausner Wehr, die um 8.13 Uhr ausrückte. Auch der Notarzt sowie die Rettung des Weißen Kreuzes, die Notfallseelsorge und die Straßenpolizei wurden zum Einsatzort gerufen. Verständigt wurde auch die Berufsfeuerwehr. 

Die FFW Klausen musste den Lenker erst aus dem Wrack befreien. - Foto: FFW Klausen

"Wir mussten den Lenker auf dem völlig zerstörten Wagen schneiden - und benötigten dafür ganze 40 Minuten, so sehr waren die Fahrzeuge verkeilt", berichtet der Kommandant. Zu allererst musste der Kleinlaster unter dem Lkw hervor gezogen werden, um überhaupt mit schwerem Gerät arbeiten zu können.

Der Fahrer war allein im Kleinlaster unterwegs gewesen. V.T. hat den Unfall nicht überlebt. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Er stammte aus Predaia im Trentino und war 64 Jahre alt.

Südspur erst dicht, dann einspurig befahrbar

Der Unfall führte zur Sperre der Südspur und zu Stau im Morgenverkehr. "Die Straße war rund eine Stunde völlig dicht", so der Kommandant. Nach den ersten Rettungs- und Aufräummaßnahmen konnte eine Spur wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Laster werden abgeschleppt - wie schon bei den vorangegangenen Unfällen. 

Klausen - Bozen Nord: Immer wieder dieser Abschnitt 

Denn auf der Südspur kracht es derzeit regelmäßig - und zwar letzthin im Bereich des A22-Tunnels nach der Autobahnraststätte auf Höhe von Atzwang. Dort wird der Verkehr der Südfahrbahn wegen Arbeiten seit geraumer Zeit auf eine Fahrspur zusammengeführt.

Am 15. April nahm die Unfallserie dort ihren Anfang. Drei Lkw waren dabei aufeinander geprallt (STOL hat berichtet). Dann war am 20. April ein Mercedes auf einen Lkw geprallt und völlig zerstört worden. Der Fahrer hatte unbeschreibliches Glück, den Horrorcrash überlebt zu haben (STOL hat berichtet). 

Und zuletzt hatte ein Lkw, der sich im Tunnel den Dieseltank aufgerissen und Treibstoff verloren hatte, die Strecke blockiert. Dabei sollte gerade die A22 die Umfahrungsstraße sein, weil die Staatsstraße bei Bozen Nord wegen eines umgekippten Lkw 8 Stunden lang völlig für den Verkehr gesperrt war. STOL hat über das Verkehrschaos am 22. April berichtet

stol/ker

stol