Donnerstag, 05. März 2020

KlimaHaus zeichnet Gemeinden aus

Die Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus hat auch heuer wieder besonders vorbildliche Gemeinden für Ihr ihre kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik ausgezeichnet.

Fast jeder zweite Südtiroler lebt mittlerweile in einer zertifizierten „KlimaGemeinde“.
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Fast jeder zweite Südtiroler lebt mittlerweile in einer zertifizierten „KlimaGemeinde“. - Foto: © KlimaHaus
Insgesamt nehmen bereits 25 Gemeinden am Programm „KlimaGemeinde“ und weitere 21 an der Einstiegsinitiative „KlimaGemeinde Light“ teil. Fast jeder zweite Südtiroler lebt mittlerweile in einer zertifizierten „KlimaGemeinde“.

Eigentlich hätte die Auszeichnung am 5. März im Rahmen eines feierlichen Festaktes im NOI Techpark stattfinden sollen, bedauerlicherweise musste die Veranstaltung aufgrund der verordneten Vorsichtsmaßnahmen kurzfristig abgesagt werden.

Das ändert allerdings nicht am konkreten Handeln in Sachen Klimaschutz jener Gemeinden, die das Audit der Agentur mit einer „KlimaGemeinde“-Zertifizierung erfolgreich abschließen konnten. Neu dabei sind die Gemeinden Corvara, Aldein und Kaltern, die „KlimaGemeinden“ Abtei, Deutschnofen, Lana, Sterzing und Meran konnten ihre Leistungen aus dem Vorjahr weiter verbessern und wurden dafür ebenfalls ausgezeichnet. Südtirols erste „KlimaGemeinde“, Sand in Taufers, wurde hingegen rezertifiziert.

Gemeinden engagieren sich für den Klimaschutz

Das Programm „KlimaGemeinde“ basiert auf dem European Energy Award und unterstützt Gemeinden in der Erarbeitung und Umsetzung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen.

„Damit ist diese Initiative auch ein zentraler Baustein zur Umsetzung unserer Klima-Land-Ziele. Die Gemeinden sind gleichzeitig auch der Schlüssel zur Erreichung und Einbindung der Bevölkerung in diesen Prozess.“ unterstreicht der Generaldirektor der KlimaHaus Agentur, Ulrich Santa, den Stellenwert des Engagements der ausgezeichneten Klima-Gemeinden.

Vorteile für Bürger und Umwelt

Auch dieses Jahr hat sich im Rahmen des Zertifizierungsprozesses gezeigt, wie vielfältig die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden sind. Die umgesetzten Maßnahmen reichen von der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden, der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf effiziente LED-Beleuchtung, über neue Angebote zur sanften Mobilität und der Verkehrsreduzierung, die Errichtung von Biomasseanlagen und Fernwärmenetzen bis hin zur Einführung eines systematischen kommunalen Energiemanagements und verschiedenen Angeboten an die Bürger.

„Am Ende sollen sich die Klimaschutz-Bemühungen aufgrund der erzielten Energieeinsparungen für die Verwaltungen aber auch rechnen und zu einer Steigerung der Lebensqualität in den Gemeinden beitragen, weshalb viele Gemeinden die Zertifizierung auch erfolgreich für das Standortmarketing in Sachen Nachhaltigkeit einsetzen.“, betont Ulrich Santa.

Neue Anlaufstelle für Gemeinden

Zur weiteren Unterstützung der Gemeinden und öffentlichen Verwaltungen wurde bei der KlimaHaus Agentur auch eine eigene Anlaufstelle eingerichtet. „KlimaHaus und Umweltagentur werden in Zusammenarbeit mit dem GSE (Gestore dei servizi energetici) die Gemeinden nicht nur in technischer Hinsicht, sondern vor allem auch zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten auf Landesebene und von staatlicher Seite informieren und betreuen“, erklärt Santa das Ziel dieser Anlaufstelle.

stol

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