Dienstag, 04. Juni 2019

Klimakrise: So beunruhigt ist Südtirol

Mehr als die Hälfte der Südtiroler macht sich Sorgen wegen der Klimaänderung. Auch andere Umweltprobleme wie die Umweltverschmutzung und der Verlust der Biodiversität beschäftigen viele Bürger. Beim Einkauf achten sehr viele Personen darauf, einheimische Produkte (79 Prozent) bzw. Bioprodukte (62 Prozent) zu kaufen. Diese und weitere Daten zum Umweltbewusstsein der Südtiroler Bevölkerung veröffentlicht das Astat.

Die größten Sorgen machen sich die Südtiroler wegen der Klimaänderung.
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Die größten Sorgen machen sich die Südtiroler wegen der Klimaänderung. - Foto: © shutterstock

Fragt man die Südtiroler, welche Umweltprobleme sie am meisten beunruhigen, so geben sie durchschnittlich vier Antworten pro Kopf. Bereits daran zeigt sich, dass die Bevölkerung sehr sensibel in Hinblick auf Umweltthemen ist.

4 Faktoren im Fokus

Die größten Sorgen machen sich die Südtiroler wegen der Klimaänderung (Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur der Erde und Änderung der Niederschläge). Als beunruhigend wahrgenommen werden auch die Verschmutzung der Luft und der Gewässer (Flüsse, Meere und des Grundwassers), die Produktion und Entsorgung von Abfällen, der Treibhauseffekt (und das Ozonloch), die von den Menschen verursachten Katastrophen (Industrieunfälle, Ablassen von Erdöl oder anderen Giftstoffen) und die Gefahren für die Biodiversität (Aussterben von Pflanzen- und Tierarten). Die anderen Umweltprobleme werden jeweils von weniger als 30 Prozent der Befragten genannt.

Jungen nicht besorgter als die Älteren

Die jüngere Bevölkerung (die Erhebung wurde im Frühjahr 2018 durchgeführt) scheint sich nicht größere Sorgen über die Klimaentwicklung auf der Erde zu machen als die ältere. Einzig die Frauen zeigen sich etwas besorgter als die Männer.

Rund 87 Prozent der Südtiroler achten darauf, keinen Strom zu verschwenden und 85 Prozent versuchen, kein Wasser zu verschwenden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass 90 Prozent darauf achten, kein Papier auf die Straßen zu werfen, während 10 Prozent hingegen angeben, nicht aufzupassen. Dieser Anteil steigt im Vergleich zu den früheren Erhebungen. 79 Prozent der Südtiroler kaufen, falls möglich, einheimische Produkte ein.

Einkauf von Bioprodukten weit verbreitet

Weitere Verhaltensweisen könnten auf die Bemühungen hinweisen, durch die eigenen Essensgewohnheiten möglichst geringe Umweltwirkungen zu generieren. Sie könnten aber auch auf das Gesundheitsbewusstsein zurückzuführen sein (z.B. 66 Prozent lesen die Etiketten auf den Lebensmitteln durch). Der Einkauf von Bioprodukten ist in Südtirol sehr weit verbreitet (62 Prozent).

stol

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