Lesen Sie hier, was Sie unbedingt machen sollten, falls Ihre Gesundheitskarte demnächst verfällt.<BR /><BR />Derzeit sind die Ressourcen in vielen Wirtschaftssektoren knapp. Halbleiter – essenzielle Bauteile für die Herstellung von Mikrochips – sind in der Tech- und Autobranche seit Monaten Mangelware. Das hat immer wieder zu Lieferengpässen und Verzögerungen in der Produktion geführt.<BR /><BR />Der Halbleiterknappheit ist es auch zu verdanken, dass in Italien nun Gesundheitskarten ohne Mikrochip ausgegeben werden: Ein Dekret des italienischen Wirtschaftsministeriums erlaubt dies seit dem 1. Juni. <BR /><BR />Der Mikrochip ist jener Bestandteil, der aus der Gesundheitskarte die „Carta nazionale dei servizi“ macht. Er verwandelt die analoge Karte in ein digitales Identifikationsinstrument, das den Zugriff auf verschiedenste Dienste der öffentlichen Verwaltung ermöglicht. Ohne Chip fällt diese Funktion weg. Also was tun?<BR /><BR /><b>Gesundheitskarte mit eingeschränkten Funktionen</b><BR /><BR />Die neue Version der Gesundheitskarte ohne Chip kann folglich nur noch als Steuernummer und europäische Krankenversicherungskarte genutzt werden. Sie kann also nicht mehr als Identifikationsmittel, zur Online-Authentifizierung oder die digitale Unterschrift im Zusammenhang mit der öffentlichen Verwaltung verwendet werden.<BR /><BR />Auch das Vormerken von ärztlichen Spezialvisiten ist ohne das Auslesen des Chips nicht möglich. <BR /><BR />Im Dekret ist allerdings eine Ausnahmeregelung vorgesehen, die es ermöglicht weiterhin auf diese Funktionen zuzugreifen: Sie können Ihre aktuelle Gesundheitskarte bis zum 31. Dezember 2023 verlängern, auch wenn auf der Karte ein früheres Ablaufdatum steht. <BR /><BR /><b>Aktuelle Gesundheitskarte verlängern</b><BR /><BR />Gesundheitskarten werden nicht automatisch verlängert, sondern Sie müssen dazu selbst aktiv werden. Wichtig ist, dass die Verlängerung beantragt wird, bevor die Karte abgelaufen ist. <a href="https://sistemats1.sanita.finanze.it/portale/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Klicken Sie auf diesen Link</a> und folgen Sie anschließend den Anweisungen, um Ihre aktuelle Gesundheitskarte zu verlängern. <BR /><BR />Für die Verlängerung werden sowohl ein Pin- wie auch Puk-Code verlangt. Außerdem benötigen Sie ein Kartenlesegerät. In den meisten Haushalten wird ein solches kaum vorhanden sein. Gewöhnlich finden sich in Arztpraxen, in der öffentlichen Verwaltung oder in der Apotheke solche Geräte.<BR /><BR />Eugenio Prospetti, Anwalt der sich auch neue Technologien spezialisiert hat, rät deshalb in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“, sich an den Apotheker oder den Arzt des Vertrauens zu wenden, da diese sowohl über das notwendige Lesegerät als auch die Software verfügen, um die Karte zu verlängern. <BR /><BR /><b>Bestimmte Funktionen auch ohne Chip</b><BR /><BR />Völlig nutzlos ist die Gesundheitskarte auch ohne Chip nicht: In der Apotheke kann dennoch der Barcode gescannt werden, um die Käufe für die Steuerabschreibung zu registrieren.