Ein 50 Jahre nie gelüftetes Rätsel um einen im Gardasee vermissten Lkw-Fahrer könnte gelöst worden sein. Ein Taucher hat im Gardasee nahe dem Corno di Bò in der Gemeinde Nago Torbole menschliche Knochen entdeckt. Die sterblichen Überreste könnten dem Fernfahrer Sergio Tamburini gehören, der 1973 bei einem Unfall mit einem Lastwagen im See verschwand, während er in Richtung Torbole unterwegs war. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/schrecklicher-unfall-am-gardasee-familienvater-seit-53-jahren-vermisst" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum 26. Mai 1973.</a> Ein mit Dünger beladener Lastwagen der Speditionsfirma Arcese war auf der Gardesana-Straße unterwegs, als es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto kam. Das Fahrzeug durchbrach die Leitplanke und stürzte in die Tiefe. An dieser Stelle ist der Gardasee besonders tief. Der Beifahrer, Egidio Ducati Carloni, wurde wenige Tage später tot aus 40 Metern Tiefe geborgen. Von Tamburini fehlte jedoch jede Spur, sein Schicksal blieb für seine Frau und drei Kinder jahrzehntelang ein schmerzhaftes Rätsel.<BR /><BR />Mehr als fünf Jahrzehnte später tauchten nun an der mutmaßlichen Unglücksstelle menschliche Überreste auf. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin Ermittlungen aufgenommen. Spezialtaucher sollen jetzt die Knochen bergen. Anschließend soll eine DNA-Analyse klären, ob es sich tatsächlich um den seit 1973 vermissten Lkw-Fahrer handelt.<BR /><BR />Der Fall könnte damit nach über 50 Jahren endlich geklärt werden und dem Opfer eine angemessene letzte Ruhe ermöglichen. Für die Familie Tamburini würde dies ein schmerzlich vermisstes Kapitel schließen: ein Name, eine Grabstätte und die Gewissheit, dass die Vergangenheit ihren Frieden gefunden hat.