Freitag, 17. März 2017

Kölner Silvesternacht: Übergriffe wären vermeidbar gewesen

Die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht beim Jahreswechsel 2015 auf 2016 hätten offenbar weitgehend verhindert werden können. Das geht aus dem Entwurf für den Abschlussbericht des Aufklärungsgremiums des nordrhein-westfälischen Landtags hervor, aus dem die Zeitung „Express“ (Freitagsausgabe) zitierte.

Foto: © APA/DPA

Demnach hätten die Übergriffe „zumindest weitgehend verhindert werden können, wenn schon bei den ersten Straftaten frühzeitig und entschlossen durchgegriffen worden wäre“. Für ein solches Vorgehen hätten aber der Überblick und die nötigen Kräfte gefehlt.

Das Aufklärungsgremium übt dem Blatt zufolge scharfe Kritik an den Verantwortlichen. Die Einsatzplanung der Stadt Köln und der Landespolizei werde wegen mangelnder Berücksichtigung der Erfahrungen aus den Vorjahren als „unzureichend“ bewertet.

Die Reduzierung der angeforderten Kräfte durch das Land werden demnach als „grober Fehler“ mit „fatalen Folgen“ eingestuft. Der Bericht verweist laut „Express“ auf ein Gutachten, demzufolge es einen „fatalen Sogeffekt“ gegeben habe, „als die Tätergruppen in Köln merkten, dass die Polizei nicht eingriff“.

apa/afp

stol