Donnerstag, 26. März 2020

Trotz Verbot: Immer noch Hausbesuche zur Schönheitspflege

Skrupellos nutzen einige die Maßnahmen bezüglich COVID-19 und in Folge die Schließung der Salons aus, um mittels Hausbesuche Behandlungen anzubieten.

Trotz des Verbotes bieten einige  ihre Behandlungen  immer noch  mittels Hausbesuche an.
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Trotz des Verbotes bieten einige ihre Behandlungen immer noch mittels Hausbesuche an. - Foto: © shutterstock
„Gegen dieses Vorgehen muss etwas getan werden. Derartige Hausbesuche und Behandlungen bergen zahlreiche Gefahren,“ betont Monika Lardschneider, Obfrau der lvh-Berufsgruppe Körperpflege und Dienstleistungen.

Wissen, Fachkenntnisse und Hygienestandards müssen im Bereich der Körperpflege garantiert sein, um eine qualitative Dienstleistung anbieten zu können. In der Realität gibt es allerdings immer wieder Quereinsteiger, die sich selbst zu Fachleuten in diesem Bereich ernennen.

Immer noch Behandlungen trotz Verbot


Die jetzige Situation, in der Salons aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen bleiben müssen, nützen einige Laien als auch einzelne professionelle Dienstleister ungeniert aus: Sie bieten ihre Behandlungen mittels Hausbesuche an. Dienstleistungen dieser Art bergen zurzeit aus gesundheitlicher Sicht große Risiken: Einerseits besteht sowohl für den Kunden als auch den Dienstleister die Gefahr, sich an COVID-19 anzustecken, andererseits können Hygienestandards nicht eingehalten werden. Die Risiken sich von einem selbsternannten Experten behandeln zu lassen, dem das Fachwissen fehlt, kommt noch hinzu.

Monika Lardschneider, Obfrau der lvh-Berufsgruppe Körperpflege und Dienstleistungen, Karin Ploner, Obfrau der lvh-Schönheitspfleger, sowie Sigrid Terleth, Obfrau der lvh-Friseure, warnen Kunden vor diesen Angeboten und rufen Dienstleister im Körperpflegesektor zu Verantwortung auf: „Für Kunden können derartige Behandlungen negative Folgen haben. Nebenwirkungen können aufgrund falscher Vorgangsweisen und Techniken sowie aufgrund der Nichteinhaltung von Hygienevorschriften entstehen.“

Gesundheitsrisiko und Strafen

In dem Sektor sei die professionelle Ausbildung, die regelmäßige Weiterbildung und die Einhaltung der strengen Hygiene-Protokolle von grundlegender Bedeutung. Es sei kein Zufall, dass in Friseursalons und Schönheitszentren die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften strikt respektiert werden. Das liege im Sinne unserer Arbeit als auch der Gesundheit der Kunden, meinen die lvh-Obfrauen.

„Zurzeit sind in Südtirol alle Salons geschlossen. Das heißt, dass auch die Fachleute aus dem Bereich der Körperpflege vorübergehend ihre Arbeit einstellen müssen. Aus diesem Grund bitten wir um Verständnis und darum, dass sich niemand auf „Do-it-yourself“-Behandlungen oder Dienstleistungen von Laien verlässt.„

Die Wiedereröffnung der Friseur-Salons und Schönheitszentren sei abzuwarten und man solle dann professionelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Die Dienstleister werden dazu aufgerufen, sich verantwortungsvoll an die Maßnahmen zu halten. “Sie setzen nicht nur ihre und die Gesundheit, sondern auch die der anderen Menschen aufs Spiel. Zudem riskieren sie auch sehr hohe Strafen“, so die lvh-Obfrauen.

stol