Der Alarm ging gegen 0.30 Uhr ein. Einer der Betroffenen setzte selbst einen Notruf ab – offenbar bereits benommen von dem geruchlosen und hochgiftigen Gas. Die Hütte auf der Alpe Buscagna im Gebiet der Alpe Devero liegt abgelegen und ist nur schwer erreichbar. Einsatzkräfte mussten sich zunächst zu Fuß zu dem Gebäude vorarbeiten. <BR /><BR />Von der Alpe Devero ist die Hütte etwa eine Stunde Fußmarsch entfernt. Für die schwer verletzten Betroffenen wurden anschließend Rettungshubschrauber eingesetzt. Die 19-Jährige wurde wegen ihres<BR />kritischen Zustands in das Niguarda-Krankenhaus nach Mailand geflogen. Zwei weitere Männer im Alter von 62 Jahren kamen per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Novara. Zwei weitere Verletzte wurden auf dem<BR />Landweg in das Krankenhaus von Domodossola gebracht.<BR /><BR />Nach Angaben aus dem Gesundheitswesen wurden zwei der Betroffenen inzwischen in einer Druckkammer in Fara Novarese behandelt. Ihr Zustand hatte sich nach ersten Einschätzungen verschlechtert. Eine Behandlung in der Druckkammer soll helfen, die Folgen der Kohlenmonoxidvergiftung zu begrenzen. <h3> Trauer um Pietro Maria Fiori</h3>Bei dem Todesopfer handelt es sich um Pietro Maria Fiori aus Mailand. Der 35-Jährige hielt sich demnach als freiwilliger Helfer während der Sommersaison auf der Alm auf. Über eine Organisation unterstützte er die dort tätigen Viehhalter. Auch die schwer verletzte 19-Jährige soll als Freiwillige auf der Alm gearbeitet haben. Bei den weiteren<BR />Betroffenen handelt es sich demnach um den Betreiber der Alm und<BR />dessen Vater sowie zwei Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Betriebs.<h3> Ursache vorerst ungeklärt</h3>Die Ursache für den Austritt des Kohlenmonoxids ist noch nicht abschließend geklärt. Nach ersten Erkenntnissen könnte eine Fehlfunktion bei der Verbrennung eines Boilers das giftige Gas freigesetzt haben.<BR /><BR />Der Bergrettungsdienst der italienischen Finanzpolizei beschlagnahmte den Boiler. Die Ermittlungen laufen. Die Berghütte liegt im Deverotal in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. <BR /><BR />Wegen der abgelegenen Lage mussten die Rettungskräfte zunächst einen schwierigen Zugang zu dem Unglücksort bewältigen, bevor die Schwerverletzten mit Hubschraubern ausgeflogen werden konnten.