<BR />Immer wieder kommt es in der kalten Jahreszeit zu lebensgefährlichen Zwischenfällen wegen Kohlenmonoxid-Austritten. Erst vor wenigen Tagen war es im Trentino zu einem solchen gekommen, weshalb zwei Jugendliche ins Bozner Krankenhaus eingeliefert wurden. Eine solche Vergiftung kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.<BR /><BR />Wie es überhaupt dazu kommen kann, erklärt Christian Auer, Hauptbrandinspektor bei der Bozner Berufsfeuerwehr: „Kohlenmonoxid entsteht bei einer unvollkommenen Verbrennung, also wenn zu wenig Sauerstoff vorhanden ist.“ Das könne etwa bei Heizungen passieren, die die für die Verbrennung nötige Luft aus der Raumluft beziehen. Dabei könnten Abgase wie Kohlenmonoxid in die Räume gelangen. <h3> Menschliche Sinne können Kohlenmonoxid nicht erfassen</h3>„Die menschlichen Sinne können Kohlenmonoxid nicht erfassen. Das macht es besonders gefährlich“, erklärt Auer. Bei einer Kohlenmonoxid-Vergiftung werde man anfangs lediglich müde und bekomme Kopfschmerzen. Das liegt daran, dass das Blut statt mit Sauerstoff mit Kohlenmonoxid angereichert wird.<BR /><BR />„Die Rettungskräfte erkennen eine Vergiftung bei einer Messung des Sauerstoffanteils im Blut“, sagt er. Dann wird dem Patienten noch vor Ort reiner Sauerstoff verabreicht. Die anschließende Behandlung erfolgt im Krankenhaus in einer Druckkammer. So kann der Sauerstoff noch besser ins Blut gelangen. <BR /><BR />„Zu den Risikofaktoren gehört unter anderem, dass nach einer energetischen Sanierung häufig nicht die nötigen Schritte eingehalten werden“, weiß Christian Resch, Obmann der Kaminkehrer im lvh. Nach einer energetischen Sanierung sei es besonders wichtig, einen Kaminkehrer zu beauftragen. <h3> „Messgeräte können im Notfall Leben retten“</h3>Er führt bei Heizungen, Öfen oder Kaminen die notwendigen Messungen durch und hilft so, einen gefährlichen Kohlenmonoxid-Austritt zu verhindern. Sollte es dennoch zu einem solchen kommen, gibt es Messgeräte, die sofort Alarm schlagen, wenn die Kohlenmonoxid-Konzentration in einem Raum zu hoch ist. „Es ist nicht zwingend notwendig, ein solches Messgerät zu installieren, aber es kann einem im Notfall das Leben retten“, so Resch.<BR /><BR />Ein weiterer Knackpunkt sei eine nicht ausreichende oder schlechte Wartung: „Ein solcher Austritt geschieht häufig, wenn Heizanlagen defekt sind“, meint Hauptbrandinspektor Auer. Die gesetzliche Lage sei streng und sorge dafür, dass so etwas eigentlich nicht vorkommen dürfte. „Die Technik an sich ist meist einwandfrei. Probleme entstehen vielmehr dort, wo Vorgaben nicht eingehalten werden“, so Resch. Das passiere oft auch aus Unwissenheit. „Firmen sollten besser geschult werden, damit sie ihre Kundinnen und Kunden darauf hinweisen können, was nach einer energetischen Sanierung die richtige Vorgehensweise wäre“, meint er. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1260690_image" /></div>