Ein schriller Ton, ein Ehepaar, das aus dem Schlaf gerissen wurde und wenig später der Notruf. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/lajen-kohlenmonoxid-melder-rettet-ehepaar-das-leben" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet</a>, hatte ein Kohlenmonoxidmelder vor wenigen Tagen in Lajen ausgelöst und das Paar dadurch möglicherweise vor Schlimmerem bewahrt. Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das über die Atemluft in die Lunge und ins Blut gelangt und den Sauerstofftransport blockiert. Bei hohen Konzentrationen kann dies bis zum Tod führen.<BR /><BR />Kohlenmonoxid entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung, weiß Hauptbrandinspektor Christian Auer: „Wenn das Mengenverhältnis zwischen Brennstoff und Sauerstoff nicht stimmt, ,erstickt' die Flamme fast und produziert das gefährliche Gas.“ Dies könne passieren, wenn Düsen verstopft sind oder wenn die Anlage nicht regelmäßig gewartet wird.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-73996783_quote" /><BR /><h3> Schutz für Privathaushalte</h3>Ein Kohlenmonoxidmelder erkennt das farb-, geruch- und geschmackloses Gas und löst im Alarmfall aus. Im Ernstfall kann er Leben retten. Für Privathaushalte lohne sich laut dem Hauptbrandinspektor bei Verbrennungsanlagen mit offener Brennkammer eine Investition in einen Kohlenmonoxidmelder – sprich: „Wenn die Verbrennung raumluftabhängig ist, also durch den Sauerstoff aus der Raumluft erfolgt, wie es bei nicht gekapselten Gasthermen der Fall ist“, erklärt er.<BR /><BR />Für Privathaushalte sei ein Kohlenmonoxidmelder nicht verpflichtend, lediglich für bestimmte Industriebetriebe. Wer sich im Haushalt trotzdem absichern möchte, wird sowohl im Fachhandel als auch online fündig. „Die Kosten für einen Melder liegen bei rund 50 Euro“, so der Hauptbrandinspektor. „Ein Melder pro Verbrennungsanlage genügt. Er sollte in der Mitte des jeweiligen Raumes, in dem die Verbrennung stattfindet, platziert werden – auf Brust- bis Kopfhöhe.“<BR /><BR />Nicht nur die Installation, auch die Handhabung sei unkompliziert: „Der Kohlenmonoxidmelder ist wartungsfrei, batteriebetrieben und hält bis zu zehn Jahre“, erklärt er. Der beste Schutz sei laut Auer allerdings nach wie vor die Vorbeugung: „Wird eine Anlage regelmäßig gewartet oder erfolgt die Verbrennung sogar komplett raumluftunabhängig, gelangt das gefährliche Kohlenmonoxid-Gas erst gar nicht in den Wohnraum.“