Vor wenigen Tagen kontrollierten die Männer der Finanzwache Sterzing einen Reisebus, der von München nach Padova unterwegs war. An Bord fiel den Experten sofort ein 30-jähriger Nigerianer auf, der äußerst nervös wirkte.Die Durchsuchung seines Gepäcks brachte nichts Auffälliges zum Vorschein, auch hatte er einen regulären Wohnsitz in der Lombardei. Erst bei der Frage nach dem Grund seiner Reise begann der Mann, sich in wirre Geschichten zu verstricken.Auf den Verdacht hin, dass der Mann Drogen verschluckt haben könnte, wurde er ins Krankenhaus von Sterzing zur Untersuchung gebracht, wo ein Röntgenbild bald Klarheit schaffte: Der Mann hatte 81 Päckchen Drogen im Magen, insgesamt etwa 1 Kilo an Kokain und Heroin.Der Mann wurde festgenommen, die Drogen beschlagnahmt. Außerdem nahmen die Männer der Finanzwache 2 Handys, 3 SIM-Karten und 150 Euro ab. Die Drogen hätten einen Ertrag von etwa 90.000 Euro eingebracht. Foto: Finanzwache SterzingIn den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Drogenkuriere geschnappt, die versucht hatten, Drogen im Inneren des Körpers ins Land zu schmuggeln.Das Schmuggeln von abgepackten Drogen im Magen ist nicht nur illegal, sondern auch lebensgefährlich: Sollte auch nur eine Packung im Magen beschädigt werden, kann der Träger schnell an einer Überdosis sterben.stol/liz