Sonntag, 05. August 2018

Kolosseum-Direktorin fordert mehr Sicherheitsmaßnahmen

Die Direktorin des archäologischen Parks des Kolosseums, Alfonsina Russo, fordert mehr Sicherheitsmaßnahmen rund um das Wahrzeichen Roms. Das Monument, das jährlich von sieben Millionen Touristen besucht wird, sei zum Magnet für Kriminelle geworden.

Die Direktorin des archäologischen Parks des Kolosseums, Alfonsina Russo, fordert mehr Sicherheitsmaßnahmen rund um das Wahrzeichen Roms. Das Monument, das jährlich von sieben Millionen Touristen besucht wird, sei zum Magnet für Kriminelle geworden.
Die Direktorin des archäologischen Parks des Kolosseums, Alfonsina Russo, fordert mehr Sicherheitsmaßnahmen rund um das Wahrzeichen Roms. Das Monument, das jährlich von sieben Millionen Touristen besucht wird, sei zum Magnet für Kriminelle geworden. - Foto: © APA/EPA

Für einen Eklat sorgte die Verletzung von zwei privaten Securitys auf dem Kolosseum-Gelände. Diese waren von einem Straßenhändler angegriffen worden, der unerlaubt ins Monument eingedrungen war. Hunderte Straßenhändler versuchen täglich, Touristen Plagiatprodukte wie Selfie-Sticks, CDs und andere Mitbringsel anzubieten. Taschendiebe sind ebenfalls praktisch durchgehend im Einsatz.

Für Ärger sorgen auch die Auftritte von als Gladiatoren verkleideten Männern, die sich mit Touristen gegen Geld fotografieren lassen. „Im Umfeld vom Kolosseum, wo der Zustrom von Touristen, Besuchern und Bürgern besonders groß ist, ist die Lage unerträglich geworden“, kritisierte Russo. Sie forderte einen verstärkten Einsatz der Polizei und der Gemeinde.

Rom kämpft seit Jahren mit dem Problem der Straßenhändler. An der Piazza Navona, am Kolosseum, an der Spanischen Treppe und am Trevi-Brunnen stehen die fliegenden Händler mit ihren ausnahmslos gefälschten Waren. Viele der Verkäufer sind illegal nach Italien eingereist und haben keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis.

Die Straßenhändler werden von der Fälscher-Mafia angeworben, die in versteckten Zentralen Videos, CDs und Computerspiele herstellt und sie dann an die Verkäufer verteilt. Speziell im Sommer sind in Rom Hunderte Straßenhändler unterwegs, die unter der sengenden Hitze ihre CDs, Hüte, Sonnenbrillen, Taschen, Schmuck und Handtücher verkaufen. Innenminister Matteo Salvini versprach einen verstärkten Einsatz gegen den illegalen Verkauf von Plagiatprodukten in den Städten und auf den Stränden.

apa

stol