Montag, 16. Mai 2016

Kolumbien meldet größten Drogenfund der Geschichte

Bei einem Einsatz im Nordwesten von Kolumbien haben Sicherheitskräfte mindestens acht Tonnen Kokain beschlagnahmt.

Acht Tonnen Kokain beschlagnahmten die Beamten in Kolumbien. Die Drogen sollen dem größten Syndikat im Land gehört haben.
Acht Tonnen Kokain beschlagnahmten die Beamten in Kolumbien. Die Drogen sollen dem größten Syndikat im Land gehört haben. - Foto: © APA/AFP

Das Rauschgift sei im Department Antioquia entdeckt worden, berichtete die Zeitung „El Tiempo“ am Sonntag unter Berufung auf die Behörden. Präsident Juan Manuel Santos sprach auf Twitter vom größten Drogenfund der Geschichte des südamerikanischen Landes.

Das Kokain soll dem Verbrechersyndikat „Los Urabeños“ gehören. Die Gruppe gilt als mächtigste kriminelle Organisation Kolumbiens und rekrutiert sich vor allem aus ehemaligen Kämpfern der rechtsgerichteten Paramilitärs.

Bande kontrolliert 60 Prozent des Drogenhandels

Die Bande soll pro Monat zwischen acht und zehn Tonnen Kokain über Mittelamerika und Mexiko Richtung USA schmuggeln und mindestens 60 Prozent des Drogenhandels in der kolumbianischen Pazifikregion kontrollieren. Zudem ist die Gruppe in illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt.

„Das ist ein harter Schlag gegen die Finanzen der Urabeños und den Drogenhandel allgemein“, sagte Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas. Einsätze wie dieser stärkten das Vertrauen in die Behörden.

Das beschlagnahmte Kokain soll dem stellvertretenden Chef der „Urabeños“, Roberto Vargas alias Gavilán, gehört haben. Die Regierung hat ein Kopfgeld von 500 Millionen Pesos (148 000 Euro) auf ihn ausgesetzt.

dpa

stol