Samstag, 28. Juli 2018

Kommentar: „Der Wolf muss weg!“

„Die ‚Dolomiten‘ bringen schockierende Texte, Bilder und Videos nur in Ausnahmefällen. Der jüngste Angriff von Wölfen darf nicht verborgen werden. Das schreckliche Leid des kleinen Kälbchens muss gezeigt werden“, schreibt der Chefredakteur des Tagblatts Toni Ebner in einem Kommentar am Samstag.

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Foto: © shutterstock

Die Befürworter der Wiedereinbürgerung des Wolfes sollen endlich begreifen, was Wölfe anrichten. Sie sollen die geschundene Kreatur sehen, die zitternd neben einem Baum steht, mit herausgefressenem Schenkel und freigelegtem Oberschenkelknochen. Das Tier leidet stumm unter unsäglichen Qualen. Bei lebendigem Leib angefressen.

Die Wolfbefürworter sollen zur Kenntnis nehmen, dass der Wolf nicht Fleisch frisst, das sie schön angerichtet beim Metzger sehen. Der Wolf tötet sein Opfer qualvoll, weil er es bei lebendigem Leib auffrisst.

Frau Foppa, Herr Dello Sbarba und Herr Heiss, schauen Sie sich das Video an, bevor Sie wieder eine wildromantische Presseaussendung verfassen, wie wichtig der Wolf in Südtirol ist. Schauen Sie sich das Kälbchen an! Wollen Sie, dass auch weiterhin unsere Tiere bei lebendigem Leib gefressen werden?

Herr Spagnolli, schauen auch Sie sich das Video an, bevor Sie wieder in Ihrer wohligen Amtsstube behaupten, man könne mit Zäunen den Wölfen beikommen. Hören Sie endlich auf, Märchen zu erzählen, der Wolf sei mit Zaun, Herdenhunden und Schäfern unter Kontrolle zu bringen. In der kleinstrukturierten Südtiroler Landwirtschaft mit ihren Almen ist ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf nicht mehr möglich.

Es gibt daher nur ein Entweder-oder: entweder der Wolf oder unsere seit Jahrhunderten betriebene Bauernschaft mit beweideten Almen. Die Entscheidung ist klar: Der Wolf muss weg!

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stol