Es gibt sie: die typischen Endungen von Familiennamen, die sofort verraten, woher jemand kommt. Das „son“ in Schweden oder Island. Das „os“ in Griechenland. Das „i“ in Italien. Und bei uns eben das „er“.<BR /><BR /> Genau deshalb wollten die Faschisten dieses „er“ einst ausradieren – samt den Namen selbst. Mein Großvater etwa wäre ein Coldilanda geworden. Und unser Landeshauptmann würde heute Campacci heißen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71480437_quote" /><BR /><BR /> Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Geblieben ist aber das erschreckend mickrige Wissen über uns als Minderheit in diesem Staat. <BR /><BR />Noch kleiner ist nur das Hirn jenes Marktschreiers, den man eigentlich nur kennt, weil man seine Frau kennt – die inzwischen ihn lieber nicht mehr kennen will. <BR /><BR />Also wirft er mit Schmutz. Diesmal auf Jannik Sinner. Doch wie ich den Jannik kenne, geht ihm die unappetitliche Frotzelei dieses Reimschreihalses ohnehin gepflegt am Sextner Allerwertesten vorbei.<BR /><BR /> Ganz nach dem Motto: Nicht einmal ignorieren. Und genau das hätte auch ich tun sollen.<BR /><BR /> <a href="mailto:guenther.heidegger@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">guenther.heidegger@athesia.it</a>