3 Anwärter sind für heute vor die Kommission geladen, die sie sozusagen auf „Herz und Nieren“ prüfen und anschließend Bewertungen über die Kandidaten an die Politik weiterleiten wird. <BR /><BR />Neben der derzeitigen Sonderkommissarin Irene Pechlaner und Christian Kofler (Sabes-Abteilungsleiter für Gesundheitsleistungen und wohnortnahe Versorgung) wird heute auch der ehemalige Sanitätsdirektor Thomas Schael vor die Kommission treten. Detail am Rande: Nicht geladen sind Ex-Generaldirektor Florian Zerzer und Pflegekoordinatorin Marianne Siller, beide waren mit Dekret vom 30. November und dank einer umstrittenen Fristverlängerung in die Liste der „Papabili“ aufgenommen worden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="988336_image" /></div> <BR /><BR />In dieser 5-köpfigen Kommission sitzt jedoch unter anderem Stefan Deflorian, Vorstandsdirektor der Tirol Kliniken Innsbruck, mit denen der Sanitätsbetrieb eine Konvention abgeschlossen hat. Für Schael ein Ding der Unmöglichkeit und ein eindeutiger Interessenskonflikt.<BR /><BR /> Und so hatte er bereits im Dezember des vergangenen Jahres auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Ausgetauscht wurde Deflorian nicht, vielmehr ist er weiterhin Mitglied des vorentscheidenden Gremiums, dessen Bewertung der Kandidaten schlussendlich die Grundlage der politischen Entscheidung für einen der Anwärter bildet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="988339_image" /></div> <BR /><BR />Die Auswahlkommission ist dabei bereits zum dritten Mal ernannt worden: Zunächst musste Dr. Hubert Messner ersetzt werden, der ja als designierter Gesundheitslandesrat Teil der neuen Regierungsmannschaft ist, über die der Landtag am Mittwoch abstimmen wird. Ersetzt wurde mittlerweile auch Giancarlo Ruscitti, der einst als Geschäftsführer der Klinik Opera San Camillo (Toskana) Schael entlassen hatte. <BR /><BR />Nun also Anlauf Nummer 3. Doch mit Kommissionsmitglied Deflorian, übrigens ein gebürtiger Südtiroler, könnte der Sanitätsbetrieb aber weiterhin einen Rekurs vor dem Verwaltungsgericht seitens der abgelehnten Kandidaten riskieren. Dass zumindest Schael im Falle seiner Nicht-Ernennung einen solchen einreichen dürfte, davon kann man wohl getrost ausgehen. <BR />